Union übernimmt Spitze - Ärger in Jena

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Deutsche Presse-Agentur

„Die Eisernen“ vom 1. FC Union Berlin haben ihre Erfolgsserie weiter ausgebaut und zum Abschluss des 13. Spieltages wieder die Tabellenführung in der 3. Fußball-Liga übernommen.

Die Hauptstädter setzten sich im Spitzenspiel gegen Fortuna Düsseldorf mit 1:0 durch und verdrängten damit Kickers Emden von Platz eins. Die „Deichkicker“ waren gegen Zweitliga-Absteiger FC Erzgebirge Aue trotz Heim- und Feldvorteils nicht über ein 1:1 hinausgekommen. An den Fortunen vorbei auf Platz drei zog der SC Paderborn, der bei Dynamo Dresden ein souveränes 3:0 einfuhr.

Den Kontakt zur Spitzengruppe verlor der SV Sandhausen, der beim VfB Stuttgart II nur zu einem 1:1 kam. Der FC Bayern München II und Jahn Regensburg trennten sich 2:2. Emdens Coach Stefan Emmerling zog nach der Englischen Woche dennoch ein positives Fazit. „Sieben Punkte innerhalb von sechs Tagen sind keine schlechte Ausbeute“, sagte Emmerling, gab aber zu: „Wir waren heute nicht gut.“

Einmal mehr für unschöne Szenen sorgten die Fans des FC Carl Zeiss Jena, nachdem der Zweitliga-Absteiger mit dem 1:1 gegen den VfR Aalen erneut keinen Heimsieg verbuchen konnte. „Buhmann“ war Schiedsrichter Deniz Aytekin (Oberasbach), der zwei Minuten vor Schluss auf Elfmeter für Aalen entschied. Nach dem Ende der Partie bewarfen ihn die aufgebrachten Jenaer Anhänger beim Gang in die Kabine mit Bechern - ein erneutes Nachspiel seitens des Deutschen Fußballbundes (DFB) ist nicht ausgeschlossen. Zufrieden mit dem Remis war Aalens Trainer Jürgen Kohler: „Auf diese Leistung können wir stolz sein.“

Kickers Offenbach bezwang mit 3:1 die SpVgg Unterhaching. „Ich freue mich wahnsinnig über diesen Sieg. Wir haben tolle Moral bewiesen“, sagte Trainer Hans-Jürgen Boysen, der aber um Benjamin Baier bangt. Baier schied nach einem Zweikampf mit Thorsten Schulz mit Verdacht auf einen Kreuzbandriss aus.

Eintracht Braunschweig und Werder Bremen II trennten sich 1:1. Bereits am Freitag konnte der FC Rot-Weiß Erfurt mit 4:1 bei Wacker Burghausen gewinnen und stürzte die Gastgeber immer tiefer in die Krise. Einen 1:3-Rückstand gegen die Stuttgarter Kickers bog der Wuppertaler SV noch in den letzten Spielminuten um. „Wir haben nicht gut gespielt, aber dieser Punkt war ein Sieg der Moral“, befand Wuppertals Trainer Christoph John nach dem 3:3.

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