Umweltschützer raten von Appetitzügler Hoodia ab

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Deutsche Presse-Agentur

Das Figurbewusstsein in den Industrieländern ist nach Angaben der Umweltstiftung WWF zur Gefahr für die Hoodia-Pflanze im südlichen Afrika geworden.

Das kaktusähnliche Gewächs habe eine hungerstillende Wirkung und werde seit Jahrhunderten von den Bewohnern der kargen Kalahari-Steppe genutzt, berichtete WWF Deutschland am Freitag (13.3.) in Frankfurt. Nachdem der Westen den Appetitzügler entdeckt habe, werde der Hoodia-Bestand für die Herstellung von Diätmitteln geplündert. Die Speck-Weg-Pflanze sei zwar seit kurzem auch aus dem Anbau erhältlich, aber illegales Material stamme meist aus den natürlichen Vorkommen. Der Verkauf illegaler Präparate laufe vor allem im Internet.

„Wer den Winterspeck zum Frühlingsanfang wieder loswerden möchte, der sollte trotz aller Verlockungen auf Hoodia-Produkte aus dem Internet verzichten“, sagte WWF-Artenschutzexperte Frank Barsch laut Mitteilung. Hoodia (Hoodia gordonii) sei geschützt und dürfe nicht ohne behördliche Genehmigung eingeführt werden.

Nach WWF-Angaben werden zahllose Präparate aus illegal geernteten Beständen hergestellt. Oft sei es schwer, Herkunft und Qualität in Online-Shops nachzuvollziehen. „Manche der angebotenen Präparate enthalten zu wenig oder gar keine Hoodia. Im besten Fall sind diese Mittel wirkungslos, im schlimmsten Fall gesundheitsschädlich“, warnte Barsch. Verstöße gegen die Handelsbeschränkungen könnten Bußgeld- und sogar Strafverfahren nach sich ziehen. Das gelte auch bei Einkäufen über das Internet.

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