UEFA-Pokal: Frankfurt gegen Duisburg unter Druck

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Deutsche Presse-Agentur

Routine trifft auf Erfolgshunger: Das deutsche Duell im Viertelfinal-Hinspiel des UEFA-Pokals der Frauen zwischen dem 1. FFC Frankfurt und FCR Duisburg am 6. November birgt viel Zündstoff. Druck lastet vor allem auf dem erfolgsverwöhnten Starensemble aus Hessen.

„Als Titelverteidiger hast du nicht das Ziel Viertelfinale. Wir wollen eine gute Ausgangsposition fürs Rückspiel“, sagte FFC-Trainer Günter Wegmann. Die Duisburgerinnen haben ihre internationale Premiere schon bestanden. „Wir wollten die Gruppenphase überstehen. Das haben wir geschafft. Jetzt haben wir nichts zu verlieren“, sagte Trainerin Martina Voss.

Frankfurt bestimmte die vergangene Dekade im deutschen und internationalen Frauenfußball. Sieben Meistertitel, sieben Pokalsiege, dreimal den Europacup gewonnen, die vergangene Saison mit dem Triple gekrönt - der Club von Manager Siegfried Dietrich eilte von Erfolg zu Erfolg. Doch der Motor gerät ein wenig ins Stottern. Kein elftes Finale in Serie im DFB-Pokal: Der FC Bayern München stoppte den Berliner Dauergast in der zweiten Runde und war auch in der Bundesliga erfolgreich.

Die Gründe liegen auf der Hand: Viele Verletzungen und die ungenügenden Erholungsphasen der Nationalspielerinnen in den vergangenen Jahren wegen Europa- und Weltmeisterschaften sowie den Olympischen Spielen verkrafteten auch die Frankfurterinnen auf Dauer nicht. Gegen Duisburg fehlen Silke Rottenberg, Conny Pohlers, Alexandra Krieger, Pia Wunderlich, Svenja Huth und Karolin Thomas. Der Einsatz von Kerstin Garefrekes (Schulter) und Rekord- Nationalspielerin Birgit Prinz (Entzündung im Fuß) war noch offen.

Ganz sorgenfrei geht auch Herausforderer Duisburg nicht in die Partie. Wie die Frankfurterin Huth sind auch Turid Knaak, Hasret Kayiki und Alexandra Popp bei der U 17-WM in Neuseeland aktiv. Zudem fehlt Fatmire Bajramaj.

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