TSV Lindau schmeißt Titelverteidiger raus

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 Symbolbild
Symbolbild (Foto: dpa/Jens Wolf)
Lindauer Zeitung

Lindau (lz) Der TSV Lindau hat den Landesligisten und amtierenden Bezirkspokalsieger aus Söflingen geradezu überrollt und ist mit einem 27:18-Sieg ins Viertelfinale des Bezirkspokals eingezogen.

„Das Wunder von Lindau passiert genau jetzt“, sagte Motivator Jörg Lützelberger vor dem Spiel in der Kabine. „Wir können diese Mannschaft schlagen. Mit dieser Einstellung gehen wir in dieses Spiel und machen es den Söflingern so schwer wie möglich.“ Dass es allerdings so deutlich ausgehen würde, hatte wohl niemand der anwesenden Spieler und der rund 100 Fans in der Aeschacher Dreifachturnhalle zu träumen gewagt. Ausschlaggebend für den Sieg gegen den zwei Ligen höher spielenden Kontrahenten waren die kompakt stehende Abwehr und die Tatsache, dass die Gäste sehr große Probleme mit dem ungeharzten Spielgerät hatten. In den ersten 11 Minuten brachten die Söflinger keinen einzigen gefährlichen Ball auf das von Thomas Brombeis gehütete Tor. Im Gegenzug spielten die Lindauer ihre Angriffe sehr konzentriert zu Ende und führten früh mit 5:0. Ein sieben Meter war nötig, damit die Landesligisten zu ihrem ersten Tor des Spiels gelangten. Doch davon ließen sich die Handballer vom Bodensee nicht beeindrucken und bauten, unter der lauten Anfeuerung von der Tribüne, ihren Vorsprung bis zur Pause zum 15:6 aus.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste etwas besser ins Spiel und wollten möglichst schnell den Rückstand aufholen. Dies wussten die Lindauer allerdings zu verhindern, indem sie sich dem schnellen Umschaltspiel der Bezirkspokalsieger anpassten und deren Angriffe rechtzeitig unterbrachen. Da Söflingen sich mit mehreren Zeitstrafen zusätzlich schwächte, brachte der TSV eine Neun-Tore-Führung über die Zeit. „Oh wie ist das schön“-Gesänge schallten durch die Halle in Aeschach,

„Es ist unglaublich, was diese Mannschaft zurzeit auf die Platte bringt“, kommentierte Kapitän Robert Broszio nach dem Spiel. „Es macht richtig Bock mit den Jungs Handball zu spielen und ich bin gespannt, wo die Reise im Pokal noch hingeht. Dieses Spiel hat gezeigt, dass wir auch Landesligisten ebenbürtig sind.“ Am Sonntag, 17 Uhr, steht nun das Ligaspiel in Vöhringen auf dem Programm.

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