TSV Berg will weiteren Schritt machen

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Oberzells Jason Müller (links) gegen Bergs Andreas Frick.
Oberzells Jason Müller (links) gegen Bergs Andreas Frick. (Foto: Christian Metz)
Christian Metz

Der TSV Berg und der SV Oberzell treffen in der Fußball-Landesliga bereits am Freitag aufeinander. Anstoß zum Derby in Berg ist bereits um 18 Uhr.

Vier Spieltage vor Saisonende liegt der TSV Berg in der Landesliga klar auf Kurs Platz zwei. Die Meisterschaft wird sich der FV Olympia Laupheim nicht mehr nehmen lassen – und am vergangenen Wochenende ist der Vorsprung der Berger auf den FV Rot-Weiß Weiler auf vier Punkte angewachsen. Weiler hat am Samstag mit dem FV Ravensburg II alles andere als Laufkundschaft zu Gast – Berg hat auf jeden Fall die Chance, tags zuvor einen weiteren großen Schritt Richtung Aufstiegsrelegation zu machen.

Die Form stimmt: „Wir haben jetzt sieben Spiele in Folge nicht verloren“, freut sich TSV-Trainer Oliver Ofentausek – auch wenn seine Mannschaft zuletzt beim TSV Heimenkirch nicht über ein 1:1 hinausgekommen ist. Bei diesem Spiel musste Ofentausek früh Andreas Frick vom Feld nehmen; der Coach ist aber optimistisch, dass er seinen Innenverteidiger gegen Oberzell in die Startelf stellen kann. „Er hat am Montag schon wieder trainiert“ berichtet der Trainer. „Auch wenn er vorsichtshalber nicht alle Übungen mitgemacht hat.“

Wenn Frick dabei sein kann, gibt es für Ofentausek keinen Grund, an der Erfolgself der letzten Wochen herumzubasteln: „Ich habe momentan keinen Anlass etwas zu ändern“ – zumal Christian Hepp weiterhin nicht zur Verfügung steht. Der Trainer geht auch nicht davon aus, dass der Gegner seinem Team weniger abverlangen wird als die kampfstarken Allgäuer zuletzt – auch wenn die Oberzeller eines der wenigen Teams der Liga sind, bei denen es um nichts mehr geht: „Jeder der gegen uns spielt, spielt mit allem, was er hat“, ist sich Ofentausek sicher. „Ich bin der Meinung, dass Oberzell in dieser Saison unter Wert dasteht“, warnt er sein Team.

„Wir spielen jetzt sicher kein Harakiri“

SVO-Trainer Achim Pfuderer bläst ins gleiche Horn – trotz der 43 Punkte und des damit sicheren Klassenerhalts: „Für uns gibt es keinen Grund nachzulassen“, betont er. „Wir stehen auf Platz fünf – das war das Ziel, das wir zu Saisonbeginn ausgegeben haben. Diesen Platz wollen wir unbedingt halten.“ Die Richtung bleibt: „Wir spielen jetzt sicher kein Harakiri oder machen was Vogelwildes.“

Dass am Freitag der ein oder andere zum Einsatz kommen könnte, der zuletzt in der zweiten Reihe stand, liegt denn auch nicht an der Experimentierfreude des Trainergespanns, sondern an der angespannten Personalsituation: Semih Deniz ist rotgesperrt, am Freitag fehlen auch noch Dominik Boos und Niklas Schlegel. Immerhin ist Marco Geßler viel früher wieder fit, als die Oberzeller zunächst befürchtet hatten. „Marco ist seit Anfang der Woche wieder im Training“, ob es für die Startelf reicht, wird sich erst kurzfristig entscheiden.

Dasselbe gilt für Manuel Schlude, der am vergangenen Samstag in Strassberg zurück im Kader war und gleich nach zehn Minuten für den verletzten Schlegel einspringen musste. „Er hat gerade mal zwei Trainingseinheiten mitgemacht und dann gleich fast alle Zweikämpfe gewonnen – eine Riesenleistung“, bescheinigt Pfuderer seinem Verteidiger. „Das Sprunggelenk war aber noch instabil – nur wenn er grünes Licht gibt, steht er in der Startelf.“ Der Trainer hat also jede Menge Baustellen – unter anderem im zentralen Mittelfeld, wo sich im Training mit Mohamed Mirey ein potenzieller Ersatzkandidat verletzt hat.

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