Trotz Schutzschalter besteht Risiko beim Baden

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Deutsche Presse-Agentur

Auch ein sogenannter FI-Schalter im Sicherungskasten schützt nicht immer vor einem Stromschlag beim Baden. Deshalb sollten elektrische Geräte wie ein Haartrockner in sicherer Entfernung aufbewahrt werden - vor allem, wenn Kinder ein Bad nehmen.

Darauf weist die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder in Bonn hin. Am Sonntag (29. März) starben zwei Mädchen, als ein Haartrockner in die Badewanne fiel. Ein Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter) kann das Risiko für einen solchen Unfall minimieren.

„Ein hundertprozentiger Schutz besteht aber dadurch nicht“, sagt Wolfgang Niedziella vom Verband der Elektrotechnik (VDE) in Frankfurt/Main. Wenn die Badewanne nicht richtig geerdet ist, funktioniert der FI-Schalter unter Umständen nicht richtig. Hinzu kommt, dass die meisten installierten FI-Schalter erst bei einem Fehlerstrom von 30 Milliampere unterbrechen. Dies kann laut Niedziella für Kinder schon zu viel sein. Er empfiehlt deshalb FI-Schalter einzusetzen, die bereits bei einem Fehlerstrom von 10 Milliampere auslösen. Zudem müssen die Schalter regelmäßig auf ihre Funktionsfähigkeit getestet werden.

Ein FI-Schalter vergleicht, wie viel Strom in einen überwachten Stromkreis hinein und wie viel wieder hinaus fließt. Ist die zurückfließende Menge kleiner, hat ein Teil des Stroms den Stromkreis nicht ordnungsgemäß verlassen. Der Stromkreis wird dann automatisch unterbrochen.

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