Trotz Märklin-Insolvenz kein Mangel an Ersatzteilen

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Deutsche Presse-Agentur

Trotz der jetzt angemeldeten Insolvenz des Modellbahn-Herstellers Märklin müssen Hobby-Eisenbahner keinen akuten Mangel an Ersatzteilen fürchten.

„Wir haben erst gestern wieder eine Lieferung bekommen“, sagt Frederik Braun, Inhaber und Geschäftsführer des Miniatur Wunderlands in Hamburg, der wohl größten Modellbahnanlage Deutschlands. Dort liegen rund 10 Kilometer Gleise, 3 von Märklin, auf denen rund 400 Loks vom selben Hersteller fahren.

Unabhängig vom Hersteller zählen vor allem Stromaufnehmer und Kohlebürsten zu den Verschleißteilen bei Modellbahnen. „Aber auch überhitzte Decoder oder Weichen müssen immer wieder mal ausgetauscht werden“, erklärt Braun. Dass aus Mangel an Ersatzteilen schon bald keine Märklin-Bahnen mehr im Miniatur Wunderland und auf Millionen privaten Anlagen mehr fahren könnten, glaubt der Modellbahnprofi nicht: „Die Lager sind voll mit Ersatzteilen.“

Hoffnung macht Frederik Braun auch das Beispiel des österreichischen Modellbahn-Herstellers Roco. Dieser musste im Juli 2005 Insolvenz anmelden. Die Marke wurde gerettet. „Heute bekommen sie dort innerhalb von 24 Stunden Ersatzteile.“ Davon dass Märklin eine ähnliche Rettung erfahren wird, ist Frederik Braun überzeugt.

Dennoch ermutigt Frederik Braun Modellbahner, die aus Angst vor einer endgültigen Märklin-Pleite Ersatzteile auf Vorrat kaufen wollen: „Sie machen nichts verkehrt.“ Irgendwann würden die Teile schon benötigt.

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