Tropfen aus Deutschland: Trend geht zu heimischem Wein

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Deutsche Presse-Agentur

Der heimische Tropfen wird bei den Weinfreunden immer beliebter: Die Winzer in Baden und Württemberg verzeichnen eine wachsende Nachfrage nach ihren Produkten.

Zumindest bis zum Frühjahr werde das gestiegene Interesse der Verbraucher anhalten, teilte der Badische Weinbauverband in Freiburg mit. Die Weinbauern könnten mit guten Geschäften rechnen. Damit setze sich der Trend der vergangenen Monate fort.

„Wir starten mit einem großen Optimismus ins neue Jahr. Unsere Winzer verzeichnen im Handel eine gute Grundstimmung und bei den Verbrauchern eine unverändert hohe Konsumbereitschaft“, sagte der Präsident des Badischen Weinbauverbandes, Gerhard Hurst. Im letzten Quartal des vergangenen Jahres sei der Umsatz der badischen Winzer um acht Prozent gestiegen, die Verkaufsmenge wuchs um fünf Prozent.

Stark gefragt seien Burgunderweine, sagte Geschäftsführer Peter Wohlfahrt. „Von dieser Entwicklung profitieren wir in Baden besonders, da zwei Drittel unserer Weine Burgunder sind.“

„Die Verbraucher in Deutschland wenden sich wieder verstärkt den deutschen Weinen zu. Davon profitieren wir“, sagte der Präsident des Weinbauverbands Württemberg, Hermann Hohl. Badischen und württembergischen Weinbauern gelinge es zunehmend, sich gegen Konkurrenz aus dem Ausland zu behaupten. „Das Hauptargument ist die hohe Qualität unserer Weine“, sagte Hohl. Motor des Wachstums sei der Lebensmittel-Einzelhandel. Dort werde der Großteil des im Südwesten geernteten Weins verkauft.

Die Preise für badischen Wein werden in diesem Jahr nicht erhöht, hieß es in Freiburg. Zuletzt waren sie vor einem Jahr gestiegen. Die Weinbauern in Württemberg wollen die Preise im laufenden Jahr dagegen leicht anheben. Als Grund werden die gestiegenen Kosten genannt.

Weitere Infos: www.badischer-weinbauverband.de

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