Trikotwerbung: Bundesliga in Europa top

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Deutsche Presse-Agentur

Die Fußball-Bundesliga ist beim Trikotsponsoring die Nummer eins in Europa. Nach Angaben des Kölner Marktforschungs-Instituts „Sport und Markt“ erlösten die 18 Vereine in der laufenden Saison 102,9 Millionen Euro für die Werbung auf der Spielkleidung.

Damit übertrafen die Clubs erstmals die Grenze von 100 Millionen Euro. Europas Vereins-Krösus in diesem Bereich ist laut den Ergebnisses des „European Jersey Report 2008/09“, der FC Bayern München mit 20 Millionen Euro.

Insgesamt sind die Einnahmen aus dem Trikotsponsoring in den sechs europäischen Topligen in Deutschland, England, Italien, Spanien, Frankreich und den Niederlanden erstmals seit zehn Jahren zurückgegangen. Sie sanken im Vergleich zur Vorsaison um 12,1 Millionen Euro auf 393,2 Millionen Euro. Dies lag in erster Linie an den Clubs der Premier League, deren Erlöse aus der Werbung am Mann nur noch 85,9 Millionen Euro erbrachten. Ein Grund sei die Abwertung des britischen Pfunds. Doch ebenso wie in Spanien mussten viele Vereine schlechtere Verträge hinnehmen oder fanden keine Sponsoren mehr.

Größter Trikotsponsor ist mit 80,7 Millionen Euro trotz der weltweiten Geldkrise die Finanz- und Versicherungsbranche. „Der Finanzsektor investiert 30 Millionen Euro mehr als jede andere Branche in Trikotsponsoring“, meinte „Sport und Markt“-Vorstand Helmut Zastrow. 34 Erstliga-Clubs hätten Finanzsponsoren - vier weniger als im Vorjahr. In der Bundesliga trägt nur Werder Bremen das Logo ein Geldinstituts (Citibank) auf seinen Trikots. „Die Sponsoringverträge haben eine längere Laufzeit, so dass die Finanzkrise noch nicht berührt“, meinte Zastrow. Er rechnet auch für die kommenden Jahre kaum Auswirkungen auf den Fußball. „Fußball bleibt eine Topplattform.“

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