Tower Stars treffen auf japanisches Topteam

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Schwäbische Zeitung

Auf dem Vereinslogo der Seibu Rabbits ist ein Kanninchen abgebildet. Ein eher ungewöhnlicher Aufhänger für ein Eishockeyteam. Ein ebenso unbeschriebenes Blatt ist der Eishockeyverein, der in der relativ unbekannten Asia League Ice Hockey um Punkte kämpft. Das Spitzenteam absolviert derzeit ein Trainingslager im Allgäu und spielt deshalb gegen zahlreiche deutsche Mannschaften. Den ERC Ingolstadt aus der DEL brachten die enorm laufstarken Japaner an den Rand einer Niederlage - sie mussten sich erst nach Penaltyschiessen geschlagen geben. Dagegen verloren sie gegen München und Füssen deutlich. Tower-Stars Coach Peter Draisaitl fällt es auch anhand von diesen Resultaten schwer, zu mutmaßen, was sein Team erwartet. „Wir beschäftigen uns nicht so sehr mit dem Gegner, denn wir haben genug eigene Probleme.“ Eines kann der Trainer aber versprechen: „Das wird auf alle Fälle ein vernünftiger Test, den wir ganz bestimmt nicht auf die leichte Schulter nehmen werden.“ Draisaitl will Fortschritte sehen: Vor allem was die Harmonie und das Zusammenspiel innerhalb der Reihen betrifft. Aber das, so betont der Coach, ist „ein Prozess, der einige Zeit in Anspruch nimmt.“ Auch bis sich im Spiel Automatismen und neben dem Eis eine eindeutige Hierarchie entwickelt haben, werde es noch dauern. Ein hohes Hindernis auf diesem Weg ist sicherlich die Verletztenliste: Martin Hoffmann, Stefan Fellner und Phillip Haug fallen auch heute Abend aus. Der Gedanke an die Ausfälle bereitet Peter Draisaitl Bauchschmerzen. „Ich betone es immer wieder: Wir konnten noch kein einziges Mal mit der kompletten Mannschaft trainieren. Das ist schon ein Riesenmanko.“ Doch wenigstens lichtet sich das Lazarett der Verletzten allmählich. So ist Verteidiger Martin Masak leicht angeschlagen, wird seine Schlittschuhe heute Abend aber voraussichtlich schnüren können. Einen durchweg positiven Eindruck hat Draisaitl bisher von den Neuzugängen. Er ist sich sicher, dass sie „die Qualität der Mannschaft deutlich erhöhen werden.“ Alle haben sich gut in Ravensburg eingelebt, und fühlen sich wohl, ist sich der Trainer sicher. May zeigt gute Ansätze In Scott May setzen die Tower Stars große Erwartungen. Der Kanadische Importspieler lässt schon gute Ansätze erkennen, benötigt aber laut Draisaitl „noch einige Zeit um sich auf der größeren Eisfläche zurecht zu finden.“ Überhaupt bittet der Coach noch um Geduld, bis die Zugänge „das Optimale für die Mannschaft rausholen können.“ Heute Abend werden die selben Reihen wie in den vergangenen zwei Spielen antreten, doch: „Das letzte Wort in dieser Angelegenheit ist noch lange nicht gesprochen.“

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