Topteams setzen ALBA unter Druck

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Deutsche Presse-Agentur

Mit beeindruckenden Siegen haben die Konkurrenten den Druck auf ALBA Berlin erhöht und einen Alleingang des Topfavoriten in der Basketball-Bundesliga endgültig verhindert.

Die BG Göttingen setzte ihren Höhenflug am letzten Spieltag des Jahres fort und erklomm durch einen 87:80-Sieg gegen Nördlingen sogar vorübergehend die Tabellenspitze. Mit den Skyliners Frankfurt (75:57 in Gießen), den Baskets Oldenburg (93:72 in Quakenbrück) und ratiopharm Ulm (82:74 gegen Trier) untermauerten auch die übrigen Spitzenteams ihre Ambitionen und zogen mit 20 Punkten an ALBA vorbei. Die Berliner sind am Montag gegen die Tigers Tübingen nun zum Siegen verdammt, wollen sie nicht lediglich als Tabellensechster in die kurze Weihnachtspause gehen.

Getragen von einer Welle der Euphorie zwangen die Göttinger auch Aufsteiger Nördlingen in die Knie und feierten den neunten Sieg in den vergangenen zehn Partien. Die begeisterten Fans in der mit 3474 Zuschauern erstmals ausverkauften Lokhalle verabschiedeten ihre Korbjäger (Charles Lee/22 Punkte) mit Ovationen, doch Trainer John Patrick blieb bescheiden. „Trotz des momentanen Erfolgs bleiben wir auf dem Boden“, meinte der Amerikaner.

Hinter Göttingen bewiesen auch Frankfurt und Oldenburg, dass sie bei der Titelvergabe im kommenden Jahr ein wichtiges Wort mitreden werden. Die Oldenburger (Marko Scekic/23) demütigten im Niedersachsen-Duell Quakenbrück und fegten die Artland Dragons vor allem im zweiten Viertel aus der Halle. Mit 31:7 entschieden die Gäste den Abschnitt für sich, warfen in dieser Phase 22 Punkte in Serie. „Das war ein sehr wichtiger Sieg für uns nach den schweren Reisen durch Europa“, meinte Oldenburgs Trainer Predrag Krunic. Sein Kollege Thorsten Leibenath, war dagegen zerknirscht. „Ich möchte mich bei den Fans dafür entschuldigen.“

Durch den vierten Sieg in Serie gehen die Deutsche Bank Skyliners mit einem guten Gefühl in die Festtage. Im Hessenderby bei den Gießen 46ers profitierten die Frankfurter (Lorenzo Gordon/19) erneut von der großen Breite im Kader. „Nach den überstandenen Verletzungen sind wir jetzt sehr ausgeglichen besetzt“, freute sich Skyliners-Coach Murat Didin nach dem Erfolg in der mit 4000 Zuschauern erstmals voll besetzten Sporthalle Ost. Bereits am Freitag hatten die Jungspunde von ratiopharm Ulm ihren tollen ersten Saisonteil mit einem Sieg gegen Trier abgeschlossen. „Jetzt haben wir zehn Siege, I`am happy. Fröhliche Weihnachten“, sagte Ulms US-Coach Mike Taylor.

Im Tabellenkeller waren die Köln 99ers (79:73 gegen Braunschweig) und die Paderborn Baskets (77:73 in Ludwigsburg) die großen Gewinner. Die Rheinländer verließen durch ihren vierten Saisonsieg die Abstiegsränge, auf denen Gießen und die Eisbären Bremerhaben überwintern. Die Norddeutschen verloren auch gegen die Brose Baskets Bamberg (67:83) und sehen nach der 14. Saisonniederlage im 15. Spiel schweren Zeiten entgegen.

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