Schwenningens Manager Jürgen Rumrich (Mitte) stand den Anhängern beim Fan-Stammtisch Rede und Antwort.
Schwenningens Manager Jürgen Rumrich (Mitte) stand den Anhängern beim Fan-Stammtisch Rede und Antwort. (Foto: Heinz wittmann)

Am Dienstag, 16. Oktober, findet im „Eisbär“ in Schwenningen ein offizieller Fan-Talk der Wild Wings statt. Dort wird neben Rumrich auch Kapitän Simon Danner Rede und Antwort stehen. Die Veranstaltung wird von Pressesprecher Oliver Bauer moderiert.

Jürgen Rumrich ist nicht zu beneiden gewesen. Der Sportmanager der Schwenninger Wild Wings war nun beim Fan-Stammtisch zu Gast und stellte sich den kritischen Ausführungen der Fans. Die Stimmung bei den Anhängern ist angesichts der Roten Laterne, nur drei Punkten und sieben Toren in neun Spielen alles andere als gut.

„Ich habe so eine Situation auch noch nie erlebt“, sagte Rumrich, der der Einladung der beiden Fanbeauftragten Wolfgang Jack und Alexander Laufer gefolgt war. Er machte deutlich, dass er sich auch ein anderes Szenario nach den ersten vier Wochen in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) vorgestellt hatte.

Talent Bassen soll im Dezember in DEL-Kader aufrücken

Zugleich dämpfte er die Erwartungen der Anhänger, die nach dem von Rumrich und Trainer Pat Cortina angekündigten Top-Spieler fragten. „Ich muss die Erwartungshaltung zurückschrauben. Ich sehe es momentan nicht, dass der Spieler, der uns entscheidend weiterhilft, schon am kommenden Wochenende für uns aufläuft. Derjenige ist momentan nicht auf dem Markt.“ Man sei auf der Suche nach einem Stürmer, einem torgefährlichen Rechtsschützen.

„Nur sieben Tore in neun Spielen geschossen. Die Truppe ist nicht konkurrenzfähig“, kritisierte ein Fan in der rund 40-köpfigen Runde. Rumrich versuchte zu erklären, warum die Mannschaft nicht das Tor trifft. „Wir haben immer gesagt, dass Will Acton und Damien Fleury nicht Eins-zu-Eins zu ersetzen sind. Mit Markus Poukkula, Rihards Bukarts, Istvan Bartalis und Philip McRae sind uns ganz wichtige Spieler verletzungsbedingt ausgefallen.“ Der Wild-Wings-Sportmanager wurde nicht müde zu betonen, dass er an die Mannschaft glaubt. Auch, dass die Mannschaft „zu lieb“ sei, wie Anhänger meinten, glaubt Rumrich nicht. Trotzdem waren sich die Fans einig, dass „harte Jungs“, die einen Gegner auch einmal einschüchtern können, den Wild Wings gut täten. Immerhin ließ sich Rumrich entlocken, dass das 19-jährige Verteidiger-Talent Boaz Bassen, der momentan noch in der Schwenninger DNL-Mannschaft spielt, ab Dezember für die Wild Wings auflaufen wird. „Wir wollen ihn langfristig an die Wild Wings binden und es sieht dabei auch gut aus“, sagte Rumrich. Bassen soll einen Vertrag für mehrere Jahren erhalten und damit soll die DEL-Konkurrenz, die längst auf das Schwenninger Juwel aufmerksam geworden ist, ausgestochen werden.

Ein Thema beim Stammtisch war auch die mangelhafte Effektivität im Powerplay. Selbst in doppelter Überzahl bringen die Wild Wings derzeit kaum etwas Gescheites zustande. „Die Spieler meinen, sie müssten unbedingt ein Tor schießen und dann verkrampfen sie“, erklärte Rumrich. Kritik, dass die Wild Wings zu wenig auf dem Eis trainieren würden, wies Rumrich ab. „Wir trainieren nicht mehr oder weniger als andere DEL-Klubs auch.“

Die Fans ärgern sich, dass am kommenden Freitag im Derby bei den Adler Mannheim im Gästeblock der SAP-Arena ein Ess- und Trinkverbot herrscht. Es wurde bereits darüber nachgedacht, künftig auf Fahrten nach Mannheim zu verzichten. Ganz zum Schluss erklärte Rumrich noch, dass er überzeugt sei, „dass wir uns selbst aus diesem Tief befreien können.“

Am Dienstag, 16. Oktober, findet im „Eisbär“ in Schwenningen ein offizieller Fan-Talk der Wild Wings statt. Dort wird neben Rumrich auch Kapitän Simon Danner Rede und Antwort stehen. Die Veranstaltung wird von Pressesprecher Oliver Bauer moderiert.

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