Toller Spaß: Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen

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Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen
Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen hat Blumen mitgebracht. (Foto: Martin Morris/Tapete Records / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Ein Faible für gehobenen Quatsch und viel Sinn für skurrilen Humor - das gehört untrennbar zur Hamburg-Berliner Soul-Punk-Truppe Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen.

Es beginnt schon beim Bandnamen (abgekürzt DLDGG), der Sean Connerys Film „Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen“ (2003) auf Normalmaß herunterstutzt. Und es geht weiter mit ironisch-cleveren Album- und Songtiteln.

Nach Vorgängerwerken wie „Alle Ampeln auf Gelb“ (2014) oder „Rüttel mal am Käfig, die Affen sollen was machen!“ (2016) gibt's auch jetzt wieder eine Menge zu lachen: Das fünfte Studioalbum „Fuck Dance, Let’s Art!“ verabreicht allen Fans dieser grandiosen Live-Band 32 Minuten puren DLDGG-Stoff. „Die musikalisch gewordene Mischung aus preiswerter Partydroge und libertärer Splittergruppe“, so beschreibt Frontmann Carsten Friedrichs seine 2012 gegründete Band.

Britischer Soul und Punk, Fifties-Pop, Garagenrock und Bläser-Ska - immer schön vorwärtsdrängend und im Konzert schweißtreibend tanzbar: „Fuck Dance, Let’s Art!“ weicht nicht groß vom Erfolgsrezept des Quintetts ab. Immerhin war die Band mit dem 2017 erschienenen „It’s OK To Love DLDGG“ (Charts-Platz 60) so erfolgreich, „dass wir uns nicht mehr so oft in Ibis-Budget-"Doppelzimmern" im Adamskostüm über den Weg laufen“, wie Friedrichs erleichtert feststellt.

Auch thematisch ziehen DLDGG wieder alle Register - manche zum Brüllen komische Textzeilen verbergen nur kurzzeitig, wie schlau sie eigentlich sind. Am Ende muss wieder einmal der schwer gebeutelte Ex-Dinosaurier der Fußball-Bundesliga dran glauben - im Album-Closer „Hässlich und faul, Musik und der HSV“. Fazit: Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen distanziert sich auch diesmal „von den handelsüblichen Befindlichkeitstrotteln“ - Mission erfüllt, ein weiteres Mal.

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