THW Kiel stellt Strafantrag wegen Verleumdung

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Deutsche Presse-Agentur

Der deutsche Handball-Rekordmeister THW Kiel hat in der Affäre um mögliche Schiedsrichterbestechung Strafantrag wegen Verleumdung gestellt.

Nach einem Gespräch mit der Kieler Staatsanwaltschaft entschied sich THW-Gesellschafter Georg Wegner zu diesem Schritt, berichteten die „Kieler Nachrichten“. Wie ein THW-Sprecher bestätigte, habe Jurist Wegner „Strafantrag wegen Verleumdung gegen Personen und Presseorgane gestellt, die gegen den THW Vorwürfe wegen angeblicher Spielmanipulationen durch Schiedsrichter-Bestechungen erhoben haben“. Der THW Kiel steht nach einem Bericht des „Spiegel“ im Verdacht, mehrere Partien in der Champions League manipuliert zu haben.

Unterdessen berichtete die „Hamburger Morgenpost“ in ihrer Samstag-Ausgabe, dass bei dem Transfer des Tschechen Filip Jicha im Sommer 2007 für 350 000 Euro vom TBV Lemgo nach Kiel möglicherweise Geld nach Kroatien überwiesen worden sein soll. Die Staatsanwaltschaft Kiel habe einen Beleg gefunden, nach dem der deutsche Rekordmeister 150 000 Euro auf ein Konto nach Zagreb mit der Deklaration „Transfer Jicha“ überwiesen haben soll. Deshalb hätten die Ermittler beim TBV Lemgo angerufen, um zu fragen, ob der Club dort tatsächlich ein Konto habe. „Ja, es gab eine Anfrage der Staatsanwaltschaft. Mehr möchte ich nicht sagen“, wird Lemgos Geschäftsführer Volker Zerbe in der Zeitung zitiert. Der THW wollte sich dazu vorerst nicht äußern.

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