Thomas Maas droht wieder eine längere Pause

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 Sein Comeback für den FC Wangen im Verbandspokal gegen den FV Ravensburg endete für Stürmer Thomas Maas (links) mit einer neuer
Sein Comeback für den FC Wangen im Verbandspokal gegen den FV Ravensburg endete für Stürmer Thomas Maas (links) mit einer neuerlichen Verletzung. (Foto: Josef Kopf)
Markus Prinz

Ohne Torjäger Thomas Maas spielt der FC Wangen am Samstag um 15.30 Uhr in der Fußball-Verbandsliga bei der TSG Tübingen. Beim Pokalspiel am Mittwoch gegen den FV Ravensburg (2:5) verletzte sich Maas in der ersten Halbzeit. „Die Niederlage war nicht so schmerzhaft wie die Verletzung von Thomas“, sagt Wangens Trainer Adrian Philipp.

Beim Pokalspiel gegen den Oberligisten Ravensburg herrschte im Allgäustadion seit Längerem mal wieder Derbystimmung. Die rund 1000 Zuschauer sahen eine interessante Begegnung, in der die Wangener dem favorisierten FV lange Paroli boten. Nach dem 0:1 Mitte der ersten Halbzeit musste der FC Wangen kurze Zeit später den nächsten Rückschlag hinnehmen: Torjäger Thomas Maas, der nach neun Monaten Verletzungspause erstmals wieder in der Startelf stand, knickte um und verließ verletzt das Spielfeld. Eine genaue Diagnose stand noch nicht aus, aber Philipp ahnte schon Schlimmeres. „Sein Knöchel wurde sofort dick, da ist ziemlich sicher was kaputt.“

Maas kämpfte sich nach einer Hüftoperation zu Beginn des Jahres in den vergangenen Wochen zurück in die Mannschaft und war wieder eine Option für das Wangener Sturmzentrum. Auch ohne Maas hielt der FC Wangen gut gegen den FV mit und schaffte sogar den Ausgleich. Aber im zweiten Durchgang wurden die Gäste ihrer Favoritenrolle gerecht und gewannen verdient. „Wir hatten noch gute Chancen auf den erneuten Ausgleich und bekommen stattdessen das 1:3. Am Ende haben wir zu viele grobe Fehler gemacht und auch zu Recht verloren“, sagte Philipp.

Nun gilt Philipps volle Konzentration dem Ligabetrieb und der nächsten Aufgabe TSG Tübingen. Nach dem Sieg zum Auftakt gegen Aufsteiger TSG Hofherrnweiler-Unterrombach soll der gute Saisonstart in Tübingen untermauert werden. „Wir wollen auf jeden Fall was Zählbares mit nach Hause nehmen. Ein Punkt wäre gut, drei Punkte wären super“, meint Philipp. Auch wenn die TSG Tübingen im Sommer einige Stammkräfte abgeben musste, sieht Philipp den Gegner „auf Augenhöhe“ mit seiner Mannschaft.

Klares Aus in Runde eins

Dass der TSG aber wohl eine schwierige Saison bevorsteht, zeigte auch die 3:5-Niederlage in der ersten Runde des WFV-Pokals gegen den Landesligisten SV Nehren. Dort wurden Lukas Hartmann, Willie Sauerborn und Marvin Methner, die sich im Sommer dem Oberligisten SSV Reutlingen anschlossen, sowie Tobias Dierberger, der zum Regionalligisten TSG Balingen wechselte, schmerzlich vermisst. Tübingens namhafte Abgänge sind Adrian Philipp keinesfalls entgangen, dennoch sieht er keinen Grund, die kommende Aufgabe auf die leichte Schulter zu nehmen. „Die haben trotzdem noch einige gute Kicker mit reichlich Verbandsligaerfahrung in ihren Reihen.“ Gerade die Stürmer Lars Lack und Jonas Frey, die auch im Pokalspiel trafen, gilt es im Auge zu behalten.

Torjäger Jonas Frey, der in der vergangenen Saison verletzungsbedingt nur auf sieben Einsätze kam, scheint langsam wieder in Fahrt zu kommen und könnte den FC auf alle Fälle vor Probleme stellen. Während der FC Wangen seine erste Möglichkeit auf drei Punkte am ersten Spieltag nutzte, waren die Tübinger spielfrei. „Für Tübingen ist es sicherlich ein Nachteil, dass sie noch kein Spiel hatten“, sagt Philipp, fügt jedoch hinzu: „Aber für Tübingen ist es auch ein Vorteil, dass sie unter der Woche nicht im Pokal ran mussten.“

Der Nachteil des FC Wangen, unter der Woche spielen zu müssen, wurde durch die Verletzung von Thomas Maas zum noch größeren Nachteil. Aber die Wangener haben bereits in der starken Rückrunde der vergangenen Saison gezeigt, dass sie den Ausfall ihres Torjägers verkraften können. In der Sturmspitze wird voraussichtlich Enes Demircan spielen, da auch Mario Vila Boa am Samstag beruflich verhindert ist. „Natürlich fehlt uns die Erfahrung von Thomas und Mario, aber Enes macht seine Sache vorne drin sehr gut“, lobt Philipp seinen erst 19-jährigen Stürmer.

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