TG will Abwehrbollwerk knacken

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 Cosmin Popa
Cosmin Popa (Foto: Archiv: VS)
Philipp Braun

Die Handballer der TG Biberach bekommen es im Spitzenspiel am Sonntag mit einer der größten Herausforderungen zu tun, die die Landesliga zu bieten hat. Mit dem TV Altenstadt wartet ein Spitzenteam allererster Güte auf die TG. Anpfiff ist am Sonntag um 17 Uhr in der Michelberghalle in Geislingen.

Schon zum Ende der vergangenen Spielzeit hat die Mannschaft aus Geislingen auf sich aufmerksam gemacht und konnte sogar noch in die Spitzengruppe hineinschnuppern. Was sich im Frühjahr andeutete, setzte sich im Herbst fort. Die Mannschaft von Trainer Andreas Frey liegt derzeit auf dem ersten Tabellenplatz. Bisher musste der TVA zwei Mal Federn lassen. Am zweiten Spieltag passierte ein Ausrutscher in eigener Halle, als Altenstadt gegen die SG Lauterstein II mit 21:23 den Kürzeren zog. Am vergangenen Spieltag musste sich die Frey-Sieben der SG Bettringen mit 22:25 geschlagen geben. Alle anderen Spiele gestaltete der TVA souverän und konnte teilweise Kantersiege einfahren.

Nur 22 Gegentreffer im Schnitt

Das Prunkstück der Altenstädter ist die beste Abwehr der Liga. Gerade einmal 22 Gegentreffer im Schnitt musste der TVA in der laufenden Spielzeit hinnehmen. Auf die Biberacher Angriffsstrategen um Armin Schweigardt, Moritz Kehm und Julian Betz wartet also jede Menge Arbeit und sie werden sich einiges einfallen lassen müssen, um ein Mittel gegen das Abwehrbollwerk zu finden. Auf der anderen Seite steht ein Angriff, der als Kollektiv auftritt und von jeder Position aus gefährlich ist. Als auffälligste Akteure sind Tarkan Girgin, Piotr Bielec und Dominik Gallo zu nennen.

Die TG geht als Tabellenzweiter als Außenseiter ins Spiel, reist aber mit viel Selbstvertrauen auf die Alb. Denn zuletzt lief es wie geschmiert für die Popa-Buben. Auch gegen den starken Aufsteiger aus Kirchheim zeigte Biberach eine starke Leistung und mischt so weiter ganz oben in der Tabelle mit. Eine erfreuliche Erkenntnis für TG-Trainer Cosmin Popa liegt darin, dass die Verantwortung im Spiel auf vielen Schultern verteilt ist. War es im vergangenen Spiel Rechtsaußen Bodan Botezatu, der durch seine Wurfquote die TG entscheidend nach vorn brachte, so sind auch immer wieder neue Akteure für die wichtigen Situationen bereit. Scheinbar trägt die Mischung aus jungen und hungrigen Spielern wie Daniel Krais und Felix Berg sowie die Erfahrung und Spielintelligenz von Spielern wie Schweigardt und Simon Ellek Früchte. Im Spitzenspiel wird die TG einmal mehr beweisen müssen, dass sie in dieser Konstellation in der Landesliga gegen alle Teams bestehen kann.

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