Tettnanger Martin-Luther-Gemeinde wählt ihren Kirchengemeinderat

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Karin Kathan, Vorsitzende des Kirchengemeinderates, erhielt mit 596 die meisten Stimmen
Karin Kathan, Vorsitzende des Kirchengemeinderates, erhielt mit 596 die meisten Stimmen (Foto: Kirchengemeinde)
ela

Tettnang (ela) - Am ersten Advent haben in Tettnang wahlberechtigte Mitglieder der Martin-Luther-Gemeinde ihren Kirchengemeinderat bestimmt, außerdem waren evangelische Christen in der gesamten Landeskirche Württemberg zur Wahl der Synode aufgerufen. Für den Kirchengemeinderat in Tettnang waren neun Sitze zu vergeben, die neun Kandidaten haben folgende Ergebnisse erzielt:

Dirk Van Bruggen: 415 Stimmen, Susanne Dadgar (neu): 426, Klaus Frombach: 421, Anna-Lisa Herter (neu): 511, Karin Kathan, Vorsitzende des Kirchengemeinderates: 596, Gisela Messelhaeuser (neu): 386, Karin Plettscher (neu): 304, Thomas Schmid (neu): 298, Thorsten Schmidt: 500. Bei der Stimmverteilung spiele sicherlich die Bekanntheit der Kandidaten eine Rolle, so Pfarrer Thomas Wagner in der Nachbetrachtung. Dass Anna-Lisa Herter als neue und jüngste Kandidatin das zweitbeste Stimmergebnis erzielte, wertet er als Zeichen dafür, dass den Gemeindemitgliedern die Ideen und das Engagement junger Menschen wichtig sind.

Für die Wahlen zur Synode haben die Wähler in Tettnang mit knapp 25 Prozent konservativ gewählt, etwa 75 Prozent hätten die offene Haltung der Gemeinde mit ihren Stimmen unterstützt, so Pfarrer Wagner im Gespräch mit der Schwäbischen Zeitung. Die Wahlbeteiligung lag mit 486 von 2555 möglichen Wähler bei 19,01 Prozent, bei der Wahl 2013 hatten in Tettnang 21 Prozent abgestimmt, in der Landeskirche waren es 2013 25 Prozent. „Unsere Gemeinden hier sind noch vergleichsweise jung, viele sind zugezogen, da muss sich auch eine Wahltradition erst ausbilden“, sagte Thomas Wagner. „Diejenigen, die zum Wählen kamen, wollten mit ihrer Stimme das Mandat der Kirchengemeinderäte stärken“, so Pfarrer Wagners Beobachtung. Für die neun Sitze hatte es gleich viele Kandidaten gegeben. Die Begegnung mit den Wählern habe ihm jedenfalls Spaß gemacht.

Die Gemeinde hatte den Wahltag mit einem Gottesdienst begonnen und anschließend ins Gemeindehaus anlässlich der Aktion „Brot für die Welt“ zu einem Essen eingeladen. Von der Stadtverwaltung hatte die Martin-Luther-Gemeinde zwei Wahlkabinen inklusive einer Wahlurne bekommen. Den Vorsitz des Wahlausschusses hatte Eberhard Schweizer übernommen. Das neue Gremium trifft sich Mitte Januar zur konstituierenden Sitzung und wählt dann aus seiner Mitte den oder die Vorsitzende.

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