Telekom-Störung in Oberschwaben: 7000 Haushalte wieder am Netz

Kein Festnetz und kein Internet. Viele Haushalte waren wegen einer Störung bei der Telekom von Freitag bis Dienstagabend von der
Mehrere Tausend Haushalte waren in Ravensburg, Friedrichshafen, Tettnang und Kressbronn vom Netz der Telekom abgeschnitten. Nun gibt der Anbieter Entwarnung. (Symbolbild) (Foto: Federico Gambarini/Dpa)
Digital-Redakteurin

Update vom 18. November, 10.11 Uhr: Wie Telekom-Pressesprecher Peter Kespohl am Freitagvormittag gegenüber "Schwäbische.de" bestätigte, sind inzwischen alle Haushalte in Ravensburg, Friedrichshafen, Tettnang und Kressbronn wieder ans Netz angeschlossen. Die Techniker hätten am Donnerstagabend gegen 18 Uhr alle Arbeiten abgeschlossen. Insgesamt waren etwa 7000 Haushalte verteilt über die vier Vorwahlbereiche von dem Ausfall betroffen gewesen. 

Lesen Sie hier die Erstmeldung vom 17. November

Wie Telekom-Pressesprecher Peter Kespohl auf unsere Nachfrage mitteilte, sei davon auszugehen, dass inzwischen etwa die Hälfte der vom Ausfall betroffenen Anschlüsse wieder an das Netz angeschlossen sei. "Laut unserem Netzmanagement in Bamberg ist die Hälfte der Kabel gespleißt. Das heißt, dass jetzt von Minute zu Minute immer mehr Kunden zurück ans Netz kommen werden", sagte der Pressesprecher am späten Donnerstagnachmittag. Seit Mittwochmorgen waren Tausende Anschlüsse in Ravensburg, Friedrichshafen, Tettnang und Kressbronn durch ein beschädigtes Glasfaserkabel ohne Verbindung zum Internet. 

Hatte sich der Telekom-Pressesprecher am Mittwochabend gegenüber unserer Zeitung noch zuversichtlich geäußert, dass die Probleme in den vier Vorwahlbereichen in den Abendstunden behoben werden könnten, war die Situation über das Gros des Donnerstags unverändert. 

Zwar sei es den Telekom-Technikern am Mittwoch gelungen, eine Seite des beschädigten Kabels zu reparieren, im Anschluss seien die Arbeiter in den Abendstunden allerdings auf Schwierigkeiten gestoßen, hieß es am Donnerstag. "Das Kabel ist etwa zwei Meter in das Kabelrohr zurückgerutscht und war für die Techniker dann nicht mehr zu erreichen", berichtete Kespohl.  

Tausende Anschlüsse ohne Internet - So ist der Stand am Nachmittag 

Um die Reparatur fortführen zu können, musste der Telekommunikationsanbieter die Hilfe eines Tiefbau-Unternehmens anfordern. Dieses sei am Donnerstag gegen 6 Uhr morgens in Friedrichshafen angekommen, um den Technikern durch Grabungsarbeiten erneut Zugang zum Glasfaserkabel zu verschaffen. "Sobald das Kabel freigelegt ist und wir anfangen können zu spleißen, wird es Zug um Zug besser werden und die Haushalte sind wieder angeschlossen", hatte Kespohl am Vormittag angekündigt. 

Dennoch hielt die Störung bis weit in den Nachmittag an, denn die Pechsträhne der Telekom schien nicht abreißen zu wollen. "Wir mussten ein viel größeres Stück Kabel erneuern, als gedacht", sagte Kespohl. Dazu habe man Spezialisten anfordern müssen, was zu Verzögerungen geführt habe. Zudem habe eine an den Arbeiten beteiligte Firma auf dem Weg nach Friedrichshafen im Stau gestanden. 

Während sich Privatpersonen über die Störung ärgern, herrscht auch bei einigen regionalen Unternehmen Unmut über den Ausfall und die fehlende Kommunikation der Telekom

Telekom-Störung in Oberschwaben - Vier Vorwahlbereiche ohne Internet 

Von Mittwochmorgen bis Donnerstagnachmittag waren mehrere Tausend Haushalte in Ravensburg, Friedrichshafen, Tettnang und Kressbronn - Kespohl spricht von einer Zahl im mittleren vierstelligen Bereich - von der Internet-Störung betroffen. 

Ursache für den Ausfall war ein kaputtes Glasfaserkabel in Friedrichshafen, an dem alle vier Vorwahlbereiche zum Teil angeschlossen sind. "An der Fehlerstelle wurde das Fundament für einen Baukran erstellt. Beim Graben hat ein Unternehmen dann die Kabeltrasse beschädigt", erklärt der Pressesprecher. Die Techniker der Telekom hätten die Störung am Mittwoch gegen 9 Uhr bemerkt und seien direkt nach Friedrichshafen aufgebrochen, um ein Ersatzkabel zu legen und so den Fehler zu beheben. 

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