Technologie-Trends, die man 2009 im Auge behalten sollte

Lesedauer: 4 Min
Deutsche Presse-Agentur

Im Jahr 2009 wird sich zeigen, wie die zuletzt rasant gewachsene IT-Branche mit der globalen Rezession zurechtkommt. Mehrere Trends zeichnen sich als Gradmesser für die Entwicklung ab:

NETBOOKS: Die Mini-Notebooks zu Preisen zwischen 200 und 400 Euro haben 2008 einen wahren Boom erlebt. In Zeiten der Wirtschaftskrise dürften die abgespeckten Laptops auch 2009 bei den Verbrauchern populär sein. Die neue Geräteklasse treibt zwar den Absatz an, doch ist umstritten, ob sie wirklich gut für die Branche sind. Während einige Experten befürchten, dass sie das Geschäft mit teureren Computern kaputtmachen, kontern andere, dass die Netbooks vor allem als Zweit- oder Drittgeräte gekauft würden.

MOBILES INTERNET: Das Jahr 2009 sollte eigentlich den großen Durchbruch für die Internet-Nutzung unterwegs bringen. Doch der wirtschaftliche Abschwung dürfte auch hier einen Strich durch die Rechnung ziehen. Schon im dritten Quartal 2008 schwächte sich das Absatzwachstum bei sogenannten Smartphones - eine Mischung aus Handy und Computer - mit einem Plus von nur noch gut elf Prozent drastisch ab. Das vierte Quartal dürfte noch schlechter ausgefallen sein. Die spannende Frage ist, wie gut sich der Bereich mit Apples iPhone als Flaggschiff gegen die Rezession stemmen kann.

SOFTWARE AUS DEM INTERNET: Programme, die aus dem Netz heraus laufen, breiteten sich schon zuletzt immer schneller aus. Die Marktforschungsfirma IDC glaubt, dass die neue Sparsamkeit bei den IT-Ausgaben dem vielbeschworenen „cloud computing“ sogar noch einen Schub geben könnte. Software und Speicherkapazitäten aus dem Internet gelten als günstiger.

E-BOOK-READER: Auf der Frankfurter Buchmesse im Herbst waren Lesegeräte für elektronische Bücher ein Publikumsmagnet. Die Buchbranche erhofft sich durch die E-Book-Reader neue Umsätze. Doch in der Wirtschaftskrise ist es eher unwahrscheinlich, dass die Verbraucher massenhaft mehrere hundert Euro oder Dollar für die Lesegeräte hinblättern.

DVD-NACHFOLGE und HDTV: Bald ein Jahr ist es her, dass im Wettstreit um die Nachfolge der DVD das Industrielager hinter der Blu-ray Disc das Konkurrenzformat HD DVD aus dem Markt geworfen hat. Doch der von vielen in der Branche erhoffte Siegeszug der Medien mit Filmen in hoher Auflösung blieb aus. Nach jüngsten Erhebungen kommt die Blu-ray Disc immer noch auf einen Marktanteil im einstelligen Prozentbereich. Die Verbraucher sind scheinbar mit der Bildqualität ihrer guten alten DVD-Scheiben zufrieden. Angesichts der schlechten Wirtschafts- Aussichten halten sie zudem ihr Geld zusammen. Eine wichtige Frage ist, ob die Konjunkturkrise eventuell auch den Ausbau von Download- Angeboten für HD-Filme sowie von HDTV-Übertragungen bremst.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen