Syrien protestiert scharf gegen US-Angriff

Lesedauer: 2 Min
Deutsche Presse-Agentur

Nach einem tödlichen Angriff einer mutmaßlichen US-Spezialeinheit in Syrien hat die Führung in Damaskus scharf protestiert. Ein Regierungssprecher sagte am Montag, auch die irakische Regierung trage Schuld an dem Tod der acht syrischen Zivilisten.

Das US-Militär nahm auch Stunden nach der Attacke nicht Stellung zu dem Vorfall. Nach Angaben der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur SANA wurde der Geschäftsträger der US-Botschaft in Damaskus ins Außenministerium einbestellt.

Nach offizieller syrischer Darstellung waren US-Soldaten aus dem Irak am Sonntag mit Hubschraubern in einem syrischen Dorf in der Provinz Deir al-Zor nahe der Grenze gelandet. Sie töteten in einem Gebäude, das noch nicht fertiggestellt war, den Angaben zufolge ein Ehepaar und dessen vier Kinder sowie zwei weitere Männer.

Ein privater syrischer TV-Sender hatte zunächst von neun Toten und 14 Verletzten gesprochen. Diese Opferzahlen wurden jedoch offiziell nicht bestätigt. Bislang liegen keine Hinweise vor, dass es sich bei den Getöteten um Bewaffnete handelte, die auf dem Weg in den Irak waren.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen