Swingender Gospel in der Barockkirche

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Fast ein halbes Jahr lang probten die Hofener Kappelbergchöre für die Soulmesse: Diese intensive Arbeit hat sich mehr als geloh
Fast ein halbes Jahr lang probten die Hofener Kappelbergchöre für die Soulmesse: Diese intensive Arbeit hat sich mehr als gelohnt, konnten sich die vielen Besucher in der Sankt Georgkirche überzeugen. (Foto: Markus Lehmann)
Markus Lehmann

Die lange und intensive Probenarbeit hat sich mehr als gelohnt: Mit ihrer außergewöhnlichen Soulmesse haben die Hofener Kappelbergchöre die Gäste in der proppenvollen Sankt Georgskirche mit einem ganz besonderen Mix aus Gospel, Pop-Rock, Jazz und Soul verwöhnt. Die Sängerinnen und Sänger überzeugten mit voluminösen Stimmen und fein nuancierten Tönen, gut ausgewogen präsentierte sich auch das Temperament von einfühlsam bis eindringlich.

Fast ein halbes Jahr lang übte der Chor unter Leitung von Ulrike Roth für dieses ganz besondere Projekt, zu dem auch Nichtmitglieder eingeladen waren. Ausgesucht worden war die Soulmesse des Osnabrücker Komponisten Kai Lünnemannn, die Texte dazu stammen von Barbara Neubüser. Der Chor hat die Besonderheiten dieser innovativen, konzertant und mit der kleinen Projektband inszenierten Messe akkurat herausgearbeitet, vom „Come on over“ über „Gloria“ und „Sanctus“ bis zum „Halleluja, shout it out loud“. Stimmig arbeitete er die Elemente traditioneller kirchlicher Liturgie in einem außergewöhnlichen Stil-Mix heraus. Dabei blieben immer die Kern-Elemente der Kirchenliedtradition erhalten, ergänzt aber mit neuer fesselnder und eingängiger Chormusik. Viele Stole waren da herauszuhören – Pop, Gospel, swingender Gospel, Latin und natürlich den Soul, von dem die Männer in schwarz mit lachsfarbenem Einstecktuch und die Damen mit dem Schal in der gleichen Farbe eine Menge haben.

Die Soulmesse in der schönen, akustisch so wohlklingenden Barockkirche ergab so ein faszinierendes, überzeugendes Gesamtbild. Seit Januar probte der Projektschor, zu dem auch neue Sängerinnen und Sänger dazugewonnen werden konnten. Die Messe in der vollbesetzten Sankt Georgkirche war außerdem ein Benefizkonzert: Die Spenden kommen der Nachbarschaftshilfe zugute.

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