Schwäbische Zeitung

Gründungsdatum 4. Februar 1899 Anschrift Franz-Böhmert-Straße 1 c 28205 Bremen Stadion Weserstadion (42 358 Plätze) Vereinsfarben grün-weiß Aufsichtsratsvorsitzender Willi Lemke Vorsitzender Geschäftsführung Jürgen L. Born Cheftrainer Thomas Schaaf (seit 9. Mai 1999) Mitglieder 30 000 Größte Erfolge Deutscher Meister 1965, 1988, 1993, 2004 DFB-Pokal 1961, 1991, 1994, 1999, 2004 Europapokal der Pokalsieger 1992 Internet www.werder.de

Beim SV Werder Bremen fällt die Bilanz nach der verkorksten Hinrunde, anders als in den vergangenen Jahren, nicht besonders positiv aus. „Wir haben bisher eine sehr wechselvolle Saison gespielt mit positiven und einigen nicht so schönen Erlebnissen“, befand Trainer Thomas Schaaf, dessen Team sich nach 17 Spielen nur auf dem achten Tabellenplatz wiederfand. „Ich bin unzufrieden. Das ist klar. So, wie wir einige Spiele verloren haben: Damit kann man nicht zufrieden sein“, bestätigte Geschäftsführer Klaus Allofs.

Vor allem die Defensiv-Abteilung um die Nationalspieler Tim Wiese, Per Mertesacker, Torsten Frings und Clemens Fritz entpuppte sich als das Werder-Sorgenkind. Gleich 28 Treffer kassierten die Bremer in den ersten 17 Partien - allerdings schossen sie auch 39 Tore. Werder-Star Diego hatte auch gleich eine Erklärung parat: „Nach sehr guten Spielen machen wir es uns zu bequem, wir meinen, dass es von allein läuft. Da fehlt die hundertprozentige Konzentration. Das müssen wir schnell abstellen“, forderte der Brasilianer, der in der Hinrunde nur selten der große Denker und Lenker an der Weser war.

Dabei war der deutsche Vizemeister mit einer indirekten Kampfansage an Titelträger Bayern München die Saison 2008/2009 gestartet. „Wenn es eine Nummer eins gibt, dann will man die auch erreichen“, hatte Werder-Trainer Schaaf vor dem ersten Spiel gesagt.

Nach den Abgängen von fünf Spielern - darunter Nationalspieler Tim Borowski (Bayern München) und Stürmer Ivan Klasnic - setzen die Bremer weiterhin auf junge Spieler wie Mesut Özil, der eine eine starke erste Halbserie spielte. Eine Verpflichtung, die nach einigen Anlaufschwierigkeiten dann doch noch voll einschlug, war die Rückkehr des Stürmers Claudio Pizarro. Der peruanische Nationalspieler, der vom FC Chelsea an die Weser kam, erzielte in 13 Spielen zehn Tore für seinen alten Club. Pizarro stand bereits von 1999 bis 2001 in Diensten der Bremer, bevor er zum deutschen Rekordmeister Bayern München wechselte.

Zusätzlich holten die Hanseaten den erst 19-jährigen Stürmer Said Huseinovic aus Bosnien, Die Abwehr wurde mit dem 20 Jahre alten österreichischen Nationalspieler Sebastian Prödl und dem 19-jährigen Niklas Andersen verstärkt. „Wir haben uns stets bemüht, nicht für die Galerie, sondern für die Mannschaft zu kaufen. Das soll so bleiben“, erklärte Bremens Manager Klaus Allofs die Einkaufspolitik, wenngleich mit der Pizarro-Verpflichtung ein spektakulärer Coup gelang.

Das Aufgebot:

Tor: 1* Tim Wiese, 33 Christian Vander, 40 Nico Pellatz

Abwehr: 2 Sebastian Boenisch, 3 Petri Pasanen, 4 Naldo, 5 Dusko Tosic, 8 Clemens Fritz, 15 Sebastian Prödl, 27 Niklas Andersen, 29 Per Mertesacker

Mittelfeld: 6 Frank Baumann, 7 Jurica Vranjes, 10 Diego, 11 Mesut Özil, 17 Said Husejinovic, 20 Daniel Jensen, 22 Torsten Frings, 25 Peter Niemeyer, 31 Kevin Artmann, 36 Max Kruse, 44 Philipp Bargfrede

Angriff: 9 Markus Rosenberg, 14 Aaron Hunt, 18 Boubacar Sanogo, 23 Hugo Almeida, 24 Claudio Pizarro, 34 Martin Harnik

* Zahl ist jeweils die Rückennummer

(Stand: Dezember 2008)

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