Stuttgarts Leitwolf Pardo geht mit etwas Wehmut

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Deutsche Presse-Agentur

Zweieinhalb Jahre lang gehörte Pavel Pardo zu den unumstrittenen Leitwölfen des VfB Stuttgart, nun kehrt „El Comandante“ mit etwas Wehmut zu seinem mexikanischen Heimatverein CF América zurück.

„Es war eine schwierige Entscheidung. Ich hatte eine super Zeit hier in Stuttgart, sportlich und auch privat. Der VfB war wie eine Familie für mich“, sagte der Fußball-Profi in Stuttgart. Als er bei klirrend kalten Minusgraden in Winterjacke und fellgefütterten Schuhen zur Verabschiedung von den Mitarbeitern noch einmal die Vereins-Geschäftsstelle betrat, wurde dem defensiven Mittelfeld-Strategen sogar etwas warm ums Herz: „Ich muss schon sagen, meine Familie und ich würden gerne noch hierbleiben.“

Als ausschlaggebend für den Wechsel vor Ablauf seines Vertrages in diesem Sommer bezeichnete der 142-malige Nationalspieler die langfristigere Perspektive in seiner Heimat. „Ich bin 32 und hatte jetzt aus Mexiko dieses gute Angebot für zwei Jahre mit Option auf ein weiteres Jahr. Der VfB hatte mir ein weiteres Jahr angeboten“, erklärte Pardo, der gleich in seiner ersten Bundesliga-Saison zum Führungsspieler der Stuttgarter Meistermannschaft geworden war.

Dafür, dass die Schwaben ihm keine längere Vertragslaufzeit angeboten haben, zeigte der Musterprofi Verständnis. „Das ist eben die Politik des Vereins bei Spielern über 30“, meinte Pardo, der bei seinem vierten von 71 Einsätzen (4 Tore) für den VfB als erster Mexikaner einen Treffer in der Fußball-Bundesliga erzielt hatte. VfB- Teamchef Markus Babbel hatte sich bei Pardos Vertragsauflösung am vergangenen Sonntag zwar überzeugt gezeigt, dessen Weggang kompensieren zu können, den Abschied aber dennoch bedauert: „Das ist menschlich und sportlich ein Verlust. Aber da Pavel große Verdienste hatte, wollten wir ihm den Weg nicht verbauen.“

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