Studie: Pfiffiger MP3-Player in Kompaktkassette

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Mit der Kompaktkassette ist eine ganze Generation aufgewachsen ­ und mit dem Walkman, sozusagen dem Vorfahren des iPod. Aber das ist längst Technik-Geschichte.

Im dritten Jahrtausend redet fast niemand mehr von den Ohrenfutter-Oldtimern, und gegenwärtig heißt der Platzhirsch MP3-Player. Doch der Mailänder Designer Stefano Pertegato, der sich auch mal eine Gießkanne als Schreibtischbeleuchtung einfallen lässt, hat diese beiden Generationen tatsächlich unter einen Hut gebracht. Der findige Italiener entwickelte eine schicke Hightech-Kompaktkassette mit integriertem MP3-Player. Sozusagen ein Sound-Hybrid für Nostalgiker.

In der Design-Studie wird die Aufnahmefähigkeit, gemäß guter alter Kompaktkassetten-Tradition, nicht etwa in GByte angegeben, sondern natürlich in Minuten. Die Kassette soll es in 45, 60 und 90 Minuten „Band“-länge geben, die Musik landet per USB im Player. Der netteste Gag der Studie aber ist die Prozedur, wie der MP3-Player mit Strom versorgt wird. Den Akku mit Netzteil oder durch Anstöpseln an den USB-Port aufladen? Hierfür gibt es doch bewährte alte Handwerkstechnik ­ das Drehen der rechten Spule in der Kassette. Im linken Spulenloch werden die Tracks gewechselt, vor und zurück. Witzig, wenngleich nur nachvollziehbar für alle, die nach 1980 geboren wurden. Seinerzeit wurden nämlich Kassetten auf diese Weise manuell vor- oder zurückgespult. Alles in allem ein pfiffiges Retro-Design, das viele Herzen höher schlagen lassen dürfte. Ob aus dieser Design-Studie mal ein Produkt entsteht, das es zu kaufen gibt, steht noch nicht fest. Wäre aber eine ausgefallene Geschenkidee.

Die Studie im Web: www.behance.net/Gallery/NVDRS_tape/181524

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