Studie: Babys erhalten oft Erwachsenen-Arznei

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Deutsche Presse-Agentur

Fast die Hälfte aller Säuglinge werden in Deutschland mit Medikamenten behandelt, die nur für Erwachsene zugelassen sind. Das hat eine Studie von Bremer und Münchner Forschern ergeben.

Die Daten stammten zwar aus dem Jahr 2005, hätten sich in den letzten Jahren aber nur wenig verändert, sagten die Autoren der Studie der in Landau in der Pfalz erscheinenden „Rheinpfalz am Sonntag“.

Die Studie von Bernd Mühlbauer, Direktor des Instituts für Pharmakologie des Klinikums Bremen-Mitte, und Katrin Janhsen vom Zentrum für Sozialpolitik der Uni Bremen ergab zudem, dass bei Neugeborenen lediglich ein Fünftel der verordneten Wirkstoffe zugelassen war. Ein Drittel sollte in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden. Nur 40 Prozent der Säuglinge durften mit den ihnen verschriebenen Mitteln auch tatsächlich behandelt werden.

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