Streit im IHF: Präsident Moustafa soll abtreten

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Deutsche Presse-Agentur

Der Riss innerhalb des Internationalen Handball- Verbandes (IHF) zwischen Präsident Hassan Moustafa und Generalsekretär Peter Mühlematter ist kaum noch zu kitten.

In der Online-Ausgabe der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ forderte der Schweizer den Rücktritt des ägyptischen IHF-Chefs und eine personelle Erneuerung in der Führung. „Für den Handball ist eine solche Leitung gar nicht gut“, sagte Mühlematter am Rande der Männer- Weltmeisterschaft in Kroatien über Moustafa. „Er müsste sein Amt niederlegen.“ Moustafa steht seit 2000 an der Spitze.

Mühlematter kritisiert den Führungsstil des IHF-Präsidenten. Widerspruch dulde Moustafa nicht. Zudem ist der Ägypter wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten bei Spesenabrechnungen umstritten. Durch Moustafas Ablehnung von Doping-Kontrollen im Training und umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen in der Qualifikation zu den Olympischen Spielen hat das Image des Welt-Handballs gelitten.

Auch der Ausschluss des Kontinental-Verbandes Ozeanien durch den IHF-Rat ist nach Meinung des Generalsekretärs nicht korrekt. Eine solche Entscheidung könne nur der IHF-Kongress treffen, betonte Mühlematter. Er ist derzeit einer der wenigen, die den Ägypter offen kritisieren. Mühlematter hofft nach eigener Aussage aber, dass sein Auftreten gegen Moustafa „Menschen mit Einfluss“ nachdenklich macht.

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