Steuerstreit: Schweizer Minister lässt deutsches Auto stehen

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Deutsche Presse-Agentur

„Der Steuerstreit hat ihn genervt und geärgert, so dass er auf einen anderen Dienstwagen in der Flotte umgestiegen ist“, bestätigte Sprecher Martin Bühler am Sonntag einen Bericht der Schweizer „SonntagsZeitung“. Das deutsche S-Klassemodell vom Typ 430 bleibe vorerst in der Garage. Es sei ohnehin nicht so, dass den Schweizer Politikern nur Mercedes-Limousinen zur Verfügung stünden, sagte der Sprecher. Maurer war Chef der national-konservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP).

Unterdessen hat Finanzminister Hans-Rudolf Merz die Angriffe von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD), die den ganzen Unmut mit scharfen verbalen Attacken gegen die Schweiz ausgelöst hatte, und den Streit mit Deutschland relativiert. „Er ist nicht repräsentativ für sein ganzes Land“, sagte Merz der Boulevadzeitung „Sonntags-Blick“. Wenn Steinbrück glaube, dass er mit seinen Anwürfen etwas herausholen könne, täusche er sich gewaltig. „Wenn er mich treffen möchte, bin ich dazu bereit. Bisher habe ich jedoch keinen Anruf erhalten“, sagte Merz. „Wenn Deutschland etwas von uns will, dann erwarte ich, dass man sich meldet“.

Steinbrück hatte mit harten Worten eingefordert, dass die Schweiz ihr Bankgeheimnis lockert, damit deutsche Steuerflüchtlinge besser verfolgt werden können.

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