„Sterngucker-Krankheit“ bei Kaninchen

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Deutsche Presse-Agentur

Lähmungserscheinungen an den Hinterbeinen, eine schiefe Kopfhaltung, großer Durst und Harnabsatz: Wenn sich bei einem Kaninchen diese Symptome zeigen, leidet es wahrscheinlich unter der „Sterngucker-Krankheit“.

Darauf weist der Bundesverband Praktizierender Tierärzte in Frankfurt hin. Die Bezeichnung erklärt sich durch den Schiefhals, zu dem es bei einem akuten Krankheitsverlauf bei dem Tier kommt. Die krampfhafte Haltung ist durch eine Hirn- oder Hirnhautentzündung bedingt. Es treten aber auch Entzündungen an Rückenmark und Nieren auf.

Unter ungünstigen Bedingungen ist die zu den sogenannten Zoonosen zählende Krankheit über Kot und Urin auch auf den Mensch übertragbar. Ausgelöst wird sie durch einen parasitären Einzeller, der sich im Darm des Tieres vermehrt. Behandelt wird sie mit einer Kombination von Medikamenten, die gegen die Symptome und den Parasiten wirken. In der Regel bessert sich das Krankheitsbild nach einer Behandlung binnen 24 Stunden deutlich.

Der Verband rät Haltern, deren Kaninchen unter einem Schiefhals leiden, dennoch zu Geduld: In der Praxis zeige sich immer wieder, dass es sechs bis zwölf Wochen dauern kann, bis sich die Stellung wieder normalisiert. Verschlechtert sich das Krankheitsbild trotz einer Behandlung, müsse das Einschläfern des Kaninchens erwogen werden.

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