Stefan Raab startet „Schlag den Star“

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Deutsche Presse-Agentur

Stefan Raab als Zweitverwerter seiner eigenen Idee: Re-Import nennt sich das, was ProSieben jetzt den Zuschauern präsentiert.

In der vierteiligen Showreihe „Schlag den Star“ treten Prominente, überwiegend ehemalige Top-Sportler, in körperlichen und geistigen Wettstreit mit einem Zuschauer. Es geht um 50 000 Euro oder mehr - je nachdem, wie Stefan Effenberg, Boris Becker, Stefan Kretzschmar und Wigald Boning abschneiden.

Die Staffel startet mit Ex-Fußballprofi Stefan Effenberg an diesem Freitag um 20.15 Uhr - zum Abschluss der „TV total“ Jubiläumswoche. Stefan Raab talkt nun schon zehn Jahre auf ProSieben. Der 42-Jährige ist der Quotenbringer für den Münchner Privatsender. Aber nicht nur das: „In zehn Jahren auf ProSieben ist Stefan Raab zum erfolgreichsten Show-Innovator im deutschen Fernsehen geworden. Mit "Schlag den Star" macht er den Zuschauern ein spannendes Jubiläumsgeschenk“, sagt ProSieben-Geschäftsführer Thilo Proff.

„Schlag den Star“ ist eine Abwandlung des von Raab selbst erfundenen Formats „Schlag den Raab“, ein Spieleduell, das er in 13 Ausgaben nur viermal verloren hat und mit dem er es nach Senderangaben auf einen Spitzenwert von 31,5 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen brachte. Das Konzept für die Erfolgsshow wurde bisher in 13 Länder verkauft. Die dänische Version beim Sender TV2 erreichte nach ProSieben-Angaben 60,2 Prozent aller TV-Zuschauer. Der schwedische Kanal5 habe mit Quoten von bis zu 39,5 Prozent in der Zielgruppe 15 bis 44 Jahre die erfolgreichste Show der Sendergeschichte an den Start gebracht. TF1 in Frankreich habe in der Kernzielgruppe 15 bis 49 Jahre über 40 Prozent Marktanteil erzielt.

In Großbritannien wurde Raabs Konzept erfolgreich umgestrickt. In „Beat the Star“ traten unter anderen Boxer Amir Khan und Tennis- Legende Martina Navratilova gegen Zuschauer an. Bis zu 25 Prozent Marktanteil soll ITV1 nach Senderangaben erzielt haben. Das englische Modell hat Raab so überzeugt, dass er es jetzt bei ProSieben selbst auf den Bildschirm bringt.

Auch er fährt namhafte Konkurrenz für wagemutige Zuschauer auf. Den Anfang macht Stefan Effenberg. Der „Tiger“, der im vergangenen Jahr mit seiner Umzugs-Doku „Effenbergs Heimspiel“ bei RTL einen Quoten-Flop landete, als Fußball-Experte bei Premiere aber einen soliden Job macht, hat keine Angst vor einer Blamage vor Millionenpublikum. „Ich habe mit dem FC Bayern das Champions-League- Finale 1999 auch vor Millionen von Zuschauern verloren. Wenn es so kommt, kann ich es verschmerzen. Aber ich gebe auf jeden Fall alles, auch wenn ich hinten liegen sollte“, sagt Effenberg.

In Raabs „Champions League“ müssen die Prominenten in zwei Stunden bis zu neun Spiele gegen ihre Herausforderer bestreiten. ProSieben macht noch ein Geheimnis aus den Details - es gehe um Geschicklichkeit, Ausdauer, Allgemeinwissen oder einfach nur Glück. Die Herausforderer wurden gezielt gecastet, nie aber müssen sie in den Kernsportarten der Stars gegen diese antreten - ein Torwandschießen gegen Effenberg, ein Tennis-Match gegen Becker, ein Handball-Duell gegen Kretzschmar oder ein Wettrennen mit dem passionierten Läufer Boning wird es also nicht geben.

Gewinnt der erste Herausforderer gegen Effenberg, kann er die ausgelobten 50 000 Euro einstecken. Geht „Effe“ als Sieger aus der Arena, erhöht sich der Jackpot am 20. März auf 100 000 Euro, dann wartet der dreimalige Wimbledonsieger Boris Becker auf einen ebenbürtigen Gegner.

Stefan Raab wird sich das ganze Spektakel lediglich anschauen und moderieren. Ist er nach zehn Jahren ProSieben etwa schon ein bisschen müde? Nein - schon bald steigt der Matador wieder selbst in den Ring. Am 18. April gibt es es die nächste Ausgabe von „Schlag den Raab“.

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