Star unter den Speisefischen: Pangasius aus Asien

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Deutsche Presse-Agentur

Exotische Fischarten werden in Deutschland immer beliebter. Besonders der Verkauf von Pangasius aus Aquakulturen in Vietnam, Indonesien und China sei in den vergangenen Jahren stark gestiegen, berichtet die Zeitschrift „Forschungsreport“.

Während sich vor zehn Jahren das Angebot weitgehend auf traditionelle Fischarten aus dem Nordatlantik sowie Forellen und Karpfen aus heimischer Aquakultur beschränkte, haben sich heute Fische aus dem Mittelmeerraum, Afrika und Asien fest etabliert.

Die Einfuhr der meist tiefgefrorenen Filets habe sich in den vergangenen Jahren vervielfacht, der Marktanteil betrage heute rund zwei Prozent. Grund für den Anstieg sei neben den verbesserten und günstigen Transportmöglichkeiten die starke Nachfrage. Viele Verbraucher hätten den Fisch auf Urlaubsreisen kennen und schätzen gelernt. Besonders wegen seines neutralen Geschmacks und Geruchs sei der Pangasius heute bei Fischkäufern sehr beliebt, erläutert Horst Karl vom Institut für Sicherheit und Qualität bei Milch und Fisch in Hamburg.

Zudem sei er saftig, zart und nicht zuletzt preiswert. Als Süßwasserfisch biete der Pangasius oder Schlankwels allerdings nicht die gleichen ernährungsphysiologischen Eigenschaften wie Meeresfische, sagt Karl. Besonders sein Gehalt an Jod und Omega-3-Fettsäuren sei deutlich niedriger. Dafür seien im Fleisch des Pangasius aber auch weniger Rückstände wie Dioxine angereichert. Im Test der Zeitschrift „Forschungsreport“ wurde kritisiert, dass Pangasiusfilets aus Aquakulturen häufig wasserbindende Polyphosphate zugesetzt wurden, ohne dies für den Verbraucher kenntlich zu machen. Die Phosphate seien aber gesundheitlich unbedenklich, erklärt Horst Karl.

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