Staffelmiete kann für Mieter teuer werden

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Deutsche Presse-Agentur

Staffelmieten können Mieter nach einigen Jahren teuer zu stehen kommen. Denn meist müssten Mieter beim Abschluss des Vertrags mindestens die ortsübliche Vergleichsmiete bezahlen, die sich dann jedes Jahr weiter erhöht.

„Ich denke, dass ein normaler Mietvertrag immer die bessere Option ist“, sagt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund in Berlin. Bei normalen Verträgen dürfe der Vermieter die Miete nicht über den ortsüblichen Mietspiegel anheben - anders dagegen bei Staffelmietverträgen. Bei deren Abschluss werde für einen längeren Zeitraum die jährliche Erhöhung festgeschrieben. Der einzige Vorteil einer Staffelmiete ist nach Angaben von Ropertz, dass Mieter die Entwicklung ihrer Wohnkosten auf Jahre im Voraus genau kalkulieren können. Bei normalen Verträgen könnten Mieter aber darauf hoffen, dass der Mietspiegel nicht ansteigt - oder dass der Vermieter eine Mieterhöhung schlicht vergisst.

Grundsätzlich ist ein Staffelmietvertrag laut Ropertz nur in schriftlicher Form gültig. Im Vertrag müssten zudem die Erhöhungen oder die jeweils aus ihnen resultierende Endmiete genau festgeschrieben sein. Jede Staffel müsse mindestens ein Jahr dauern. Genügt ein Staffelmietvertrag diesen formalen Anforderungen nicht, sei er ungültig.

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