Spitzenteams lahmen - Dresden in der Krise

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Deutsche Presse-Agentur

Den 18. Spieltag der 3. Fußball-Liga werden die Spitzenteams in unguter Erinnerung behalten. Keiner Mannschaft des oberen Tabellendrittels gelang ein Sieg.

Der SC Paderborn unterlag bei Wacker Burghausen 0:2, behielt aber Rang eins, weil die Konkurrenten ebenfalls lahmten: Union Berlin spielte bei Rot-Weiß Erfurt ebenso 1:1 wie Kickers Emden zu Hause gegen Kickers Offenbach und Fortuna Düsseldorf gegen die Gäste vom VfR Aalen.

Für Spitzenreiter Paderborn ging in Burghausen eine Serie von fünf Siegen zu Ende. „Wir haben engagiert gespielt, aber diesmal eben kein Tor gemacht“, bedauerte SC-Trainer Pawel Dotschew. Der schärfste Verfolger Union Berlin konnte den Patzer nicht recht nutzen. „Mit dem 1:1 müssen wir zufrieden sein, denn wir sind sehr schlecht ins Spiel gekommen“, grantelte Union-Coach Uwe Neuhaus nach dem Erfurt-Spiel.

Auch Kickers Emden musste mit dem Unentschieden gegen Offenbach noch zufrieden sein. Denn der Ausgleich für den Tabellendritten gelang erst in der Nachspielzeit. „Das mag Zufall sein, die Mannschaft wurde damit für ihren Kampf belohnt“, sagte Emdens Torschütze und Kapitän Rudolf Zedi. Düsseldorfs Coach Norbert Meier war indes nach dem 1:1 gegen Aalen im heimischen Stadion unzufrieden: „Wir haben in der ersten Halbzeit nur reagiert“, bemängelte Meier.

Zweitliga-Absteiger Erzgebirge Aue schaffte mit einem 1:0 gegen den Wuppertaler SV bereits den zweiten Heimsieg der Woche und verschärfte damit die Krise der Gäste. „Den Unterschied machte heute vielleicht Skerdilaid Curri“, befand WSV-Trainer Christoph John, der mit seinem ersatzgeschwächten Team mittlerweile sechs Spiele sieglos ist. Curri freute sich hingegen über sein Siegtor: „Ich habe sogar ein Lob vom Schiedsrichter gekriegt, aber wichtiger sind natürlich die Punkte“, sagte der Auer.

Am Tabellenende beendete Jahn Regensburg seine Durststrecke nach acht sieglosen Spielen und schickte mit einem 1:0 Dynamo Dresden noch tiefer in die Krise. „Ich bin überglücklich, wir haben Leidenschaft gezeigt“, sagte Jahn-Interimstrainer Markus Weinzierl. Dagegen war Dynamos Geschäftsführer Ralf Minge sauer. „Wieder waren wir ein willkommener Aufbaugegner, weil wir uns blöd angestellt haben“, kritisierte der ehemalige DDR-Nationalspieler. „Dabei haben wir gut gespielt, bloß wieder kein Tor erzielt“, differenzierte Trainer Ruud Kaiser. Vor der Partie hatten einige Dresdner Fans in der Regensburger Innenstadt randaliert. Das Ergebnis waren zehn verletzte Polizisten, eingeworfene Schaufenster und zwölf Festnahmen.

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