„Spiegel“: Fehler beim U-Bahn-Bau waren bekannt

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Deutsche Presse-Agentur

Das Magazin berichtet in seiner neuen Ausgabe über ein Gutachten, das 2004 erstellt wurde, nachdem in der Nähe der späteren Unglücksstelle ein Kirchturm abgesackt war. In dem 90-seitigen Papier des Wülfrather Ingenieurbüros Zorn wurde demnach kritisiert, dass der „Stützdruck“ beim Bau eines Versorgungstunnels zu niedrig gewesen sei, um die unterirdische Bohrstelle ausreichend zu stabilisieren.

Neu gegrabene Abschnitte seien nicht immer sofort mit einem schnellhärtenden Ring aus Bentonit umschlossen worden. Beim Führen der Maschinen seien „bedienungsbedingte vermeidbare Auflockerungen und Hohlraumbildungen“ im Erdreich unter der Kölner Südstadt entstanden, heißt es weiter.

Die Bauarbeiten zur Erweiterung der U-Bahn gelten als wahrscheinlichste Ursache für den Einsturz des Kölner Stadtarchivs am vergangenen Dienstag.

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