Spendenbetrüger sind im Landkreis Tuttlingen unterwegs

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Rumänische „Spendensammler“ sind nach Angaben der Polizei derzeit vermehrt im Landkreis Tuttlingen unterwegs, um Geld zu erbetteln. Die Beamten ermitteln deswegen in mehreren Fällen wegen Sammlungsbetrugs.

Meist, so die Polizei, geben die „Spendensammler“ vor, für einen karitativen Zweck zu sammeln, weswegen sie in belebten Gebieten – etwa Fußgängerzonen – Passanten ansprechen. So verhielt sich die Vorgehensweise auch gegenüber einer 74-jährigen Rentnerin aus Balgheim, die sich daraufhin in eine „Spendenliste“ mit Namen und Adresse eintrug, sich jedoch Bedenkzeit über eine Spende erbat. Am Montagvormittag nun klingelten zwei derzeit noch unbekannte Männer bei der Frau und baten um eine Spende in Höhe von zehn Euro. Daraufhin verständigte die Rentnerin die Polizei, weswegen die beiden circa 25-jährigen Männer flüchteten.

In Denkingen klingelten – ebenfalls am Montag – zwei Männer scheinbar wahllos an Wohnhäusern, um Bargeld zu erbetteln. Die Polizei erteilte den beiden, rumänische Staatsangehörige, 36 und 29 Jahre alt, einen Platzverweis.

Bereits an den Tagen zuvor hatten Menschen in Wurmlingen die Polizei gerufen, weil Bettler von Haus zu Haus zogen und versuchten, Bargeld zu erpressen.

In Spaichingen hielt sich ein 58-Jähriger auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums auf und sprach Kunden auf Bargeld an. Und auch in Aldingen waren zwei Männer und zwei Frauen unterwegs, um Geld für ein nach Angaben der Polizei nicht existentes Gehörlosenzentrum zu sammeln. Angesprochene verständigten die Polizei, die in den vermeintlichen Spendensammlern einschlägig wegen Sammlungsbetrugs bekannte Personen entdeckte.

Die Polizei rät zu größerer Aufmerksamkeit gegenüber Spendensammlern und warnt davor, persönliche Daten herauszugeben. Menschen, die rechtmäßig für karitative Zwecke sammeln, können sich im Übrigen mit einem Ausweis legitimieren.

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