Sparda-Bank öffnet Naturtalente-Stiftung Tore nach Bayern

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Helmut Lind, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank, stellt seine Ziele für die Naturtalent-Stiftung vor.
Helmut Lind, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank, stellt seine Ziele für die Naturtalent-Stiftung vor. (Foto: pm)
Schwäbische Zeitung

Die gemeinnützige Naturtalent-Stiftung mit Sitz auf dem Hofgut Hohenkarpfen in Hausen ob Verena hat mit der Sparda-Bank München eG eine neue Gesellschafterin. Damit geht die Stiftung, die von Markus Leiber gegründet und von dessen Witwe Ina Leiber-Stark als Gesellschafterin weitergeführt wurde, neue Wege.

Beim Botschaftertreffen der Naturtalentstiftung (wir haben berichtet) in der Hohenkarpfenhalle in Gunningen stellte sich Helmut Lind, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank München, persönlich vor.

Helmut Lind hat sich mit der Stiftung einiges vorgenommen. „Meine Rolle sehe ich vor allem darin, für die Naturtalent-Stiftung Türen zu öffnen und Netzwerke zu knüpfen. Die Stiftung soll sich weiterentwickeln können und ihre Idee und Philosophie verbreitet werden“, erklärte Lind. „Ich möchte die Rahmenbedingungen dazu schaffen, dass Menschen in der Arbeitswelt ihre Talente leben können.“

Nächstes Ziel ist zunächst, dass die Stiftung in Bayern aufgestellt wird. Innerhalb der nächsten drei Jahre sollen 5000 bis 6000 Schülerinnen und Schüler in Bayern die Möglichkeit haben, an einem durch die Sparda-Bank München geförderten Seminar der Naturtalent-Stiftung teil zu nehmen.

Im Jahr 2005 gründete Markus Leiber die Naturtalent-Stiftung. Seine Vision: eine Arbeitswelt, in der Menschen ihre Talente begeistert leben können. Er entwickelte ein Seminar mit dem Ziel, Talent systematisch zu entdecken, zu fördern und einzusetzen. Wichtig war ihm dabei, dass der Teilnehmer seine Talente selbst entdeckt und sie sich selbst bewusst macht.

Die Stiftung bietet heute in Seminaren Schülern, Studenten, Berufstätigen, Wiedereinsteigern, Führungskräften und anderen die Möglichkeit, ihre Talente zu entdecken.

Nachdem Markus Leiber 2009 bei einer Bergwanderung im Schweizer Säntis-Gebiet ums Leben gekommen war, ging die Stiftung in das Eigentum der Familie Leiber über. Harald Mayer übernahm die Geschäftsführung.

Mit der Sparda-Bank München eG übernimmt nun keine gewöhnliche Bank die Stiftung. Sie ist die größte und mitgliederstärkste Genossenschaftsbank in Bayern. Für Helmut Lind, Vorstandsvorsitzender der Bank, ist es – wie er sagte – elementar wichtig, dass die Sparda-Bank München vorrangig ihre Aufgabe darin sieht, ihre Mitglieder zu fördern und nicht den Gewinn zu maximieren. „Wir leben den Gedanken der Genossenschaft. Herzstück ist dabei die Hilfe zur Selbsthilfe. Aber auch Eigenverantwortung und Solidarität stehen hierbei im Mittelpunkt“, so Lind. Die Sparda-Bank München definiert sich nach eigenen Angaben als „Bank von Menschen für Menschen“. Gesellschaftliche Verantwortung

Die Sparda-Bank München eG übernehme laut Lind deshalb in verschiedensten Bereichen eine gesellschaftliche Verantwortung.

Nach dem Leitsatz „Helfen, dort wo es zählt“ werden beispielsweise durch den Reinertrag aus dem Gewinnsparverein soziale und nachhaltige Konzepte unterstützt. Eines dieser Projekte heiße „KOMPASS – KOMPetenz aus Stärke und Selbstbewusstsein“. An 13 oberbayerischen Realschulen stellt das Projekt die Stärken der Schüler in den Mittelpunkt und krempelt mit neuen Unterrichtsmodellen und speziellen Zusatzprogrammen den Schulalltag um. Und so ergeben sich zahlreiche Schnittmengen zwischen der Sparda-Bank München eG und der Naturtalent-Stiftung. „Ich teile voll und ganz die Vision der Naturtalent-Stiftung“, so Lind.

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