Spannende Geschichte aus der Kiste

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Ulrike Fetsch zaubert mit ihren Geschichten aus der Kiste eine wundervolle Märchenstunde.  Foto: Kurt Zieger
Ulrike Fetsch zaubert mit ihren Geschichten aus der Kiste eine wundervolle Märchenstunde. (Foto: Kurt Zieger)
Kurt Zieger

Im Rahmen des Sommerferienprogramms der Gemeinde Altheim hat Ulrike Fetsch mit ihren zauberhaften Fingerpuppen Märchen der verschiedensten Art aus der Vielfalt ihrer Kisten Gestalt annehmen lassen. 20 Kinder waren begeistert und voll bei der Sache.

Die Kooperation des Musikvereins Altheim mit der Conrad Graf-Musikschule Riedlingen zeigte sich auch bei dieser Ferienveranstaltung als eine fruchtbare Verbindung. Im Halbkreis saßen die Kinder, teilweise von ihren Müttern begleitet, um Ulrike Fetsch. Die hielt singend und erzählend die Spannung hoch, was in welcher Kiste wohl verborgen sein könnte.

„Es war einmal und ist nicht mehr, so fangen viele Märchen an.“ Damit durfte der Reihe nach jedes der Kinder eine kleine oder größere Kiste auswählen und niemand wusste, was darin verborgen war. Doch stets blieb das Interesse der Kinder erhalten – auch genährt durch unterschiedliche Anreize der Erzählerin, bis nach Ende der Geschichte der Deckel der Kiste wieder zugeklappt wurde.

Da war zum Beispiel Herbert der Einsiedlerkrebs. Im Januar fand er sein Schneckenhaus viel zu eng. Doch wo findet er ein neues und größeres? Eines Tages war er erfolgreich, doch das neue Haus war kahl und leer. Doch jeden Monat gesellte sich ein neues Tier dazu, um das Haus zu schmücken. Auch ein Seeigel und ein Seepferdchen aus dem Meer kamen. So gewann Herbert viele neue Freunde.

Aus einer Kiste kam auch ein naseweiser Kuckuck zum Vorschein. Frau Rotkehlchen baute ihr Nest, legte ihre Eier hinein. Doch auch Frau Kuckuck legte ihr Ei dazu. Im fremden Nest war es früher ausgebrütet, der kleine Kuckuck wuchs heran und warf alle anderen Eier aus dem Nest. Ulrike Fetsch sang dieses bekannte Lied spannungsreich und fügte alle Beteiligten als große und kleine Marionetten ins Spiel mit ein.

Bunte Musikstunde

Dieses Prinzip galt auch für eine bunte Musikstunde, in der die Kinder nach dem Lied der Märchenfrau den Titel des Märchens erraten sollten. Erstaunlich, wie viele Märchen den Kindern bekannt waren: Neben dem gestiefelten Kater erschien Rapunzel mit dem Turm im Wald, Aschenputtel wurde genauso erkannt wie der „Wolf und die sieben Geißlein“. Mit „Knusper, knusper Häuschen“ war der Weg nicht weit zu Hänsel und Gretel, schwieriger hingegen das Erkennen des Froschkönigs oder die Geschichte von Schneeweißchen und Rosenrot. Mit Schneewittchen und den sieben Zwergen und Rotkäppchen endete diese ergötzliche Reise durch eine Kiste der bunten Märchenwelt.

Zu Dornröschen durften sich alle Kinder mit einer Figur aus der Kiste am Geschehen des Märchens beteiligen. Eifrig wurde der Refrain mitgesungen und mit dem gemeinsamen Rhythmus das Hochzeitsfest gefeiert. Erschreckend dagegen die riesige Pythonschlange, die Vogel und Fisch, Fledermaus und Stachelschwein, sogar einen Leoparden und einen Büffel frisst. Doch letztlich spuckt sie alles wieder aus und frisst ihren eigenen Schwanz.

Voll bei der Sache

Kindgerechte Aktivitäten, hübsche Fingerpuppen, variabel in Sprache und Gesang, in Betonung und Lautstärke, im Wechsel zwischen Singen und Erzählen der Fachfrau – so waren die Kinder nicht nur beim Rotkäppchen voll bei der Sache. Mit der Raupe Nimmersatt, die immer Hunger hat und erst zufrieden ist, als sie sich in einen zauberhaften Schmetterling verwandelt hat, verabschiedete sich Ulrike Fetsch von der Altheimer Kinderschar und deren Müttern, die auch ganz persönlich ihren Dank für die wundervolle Stunde zum Ausdruck brachten.

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