Spaichinger Bergsteiger unternehmen Hochtour zum Rosenhorn

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  Im Abstieg von der Hütte: Matthias Diener, Wolfgang Klawitter, Edwin Bronner, Philipp Butz, Steffen Maurer, Jan Weidner, Roswi
Im Abstieg von der Hütte: Matthias Diener, Wolfgang Klawitter, Edwin Bronner, Philipp Butz, Steffen Maurer, Jan Weidner, Roswitha Bronner, Frank Sieger, Wilfred Schäfer und Timo Dietrich. (Foto: Bergsteigergruppe Spaichingen)
Schwäbische Zeitung

Mit dem Ziel, das 3689 Meter hohe Rosenhorn zu besteigen, hat sich Mitte Juli eine Gruppe von zehn Mitgliedern der Bergsteigergruppe Spaichingen auf in die Schweizer Alpen gemacht. Das Rosenhorn zählt zum Schweizer Wetterhorn-Massiv südwestlich von Grindelwald und ist vollständig von Gletschern umgeben.

Zunächst ging die Tour durch Fichtenwald entlang der Gletscherschlucht Rosenlaui, welche Teil des Unesco-Weltnaturerbes ist, berichtet die Bergsteigergruppe in ihrem Reisebericht. Im weiteren Verlauf führt ein alpiner Bergweg, exponiert, jedoch mit Drahtseilen, Leitern und Tritten gesichert, durch die „beeindruckende schöne Moränenlandschaft“, so die Bergsteiger, hinauf zum Rosenlauibiwak. Ab dem Biwak ging es die letzten 300 Höhenmeter in leichter Kletterei hoch zur Dossenhütte, die exponiert auf einem Grat in 2663 Metern Höhe steht.

Nach kurzer Nachtruhe startete die Gruppe am zweiten Tag um 4 Uhr den Aufstieg. Begleitet von leichten Regenschauern ging es im Schein der Stirnlampen über steile Schneefelder auf den Dossensattel. Über einen ausgesetzten Bänderweg wurde die Nordwand des Dossen gequert und der Rosenlauigletscher erreicht.

In zwei Seilschaften ging es über weite Gletscherflächen, immer die Spaltenzonen umgehend, vorbei am Rauflihorn hoch zum Rosenegg. Jedoch verschlechterten sich die Verhältnisse weiter und die inzwischen durchnässte Gruppe hatte mit starkem Wind und schlechter Sicht zu kämpfen. Nach etwa vier Stunden erreichten die zwei Seilschaften vor dem Gipfelgrat, der allerdings nicht sichtbar war, auf 3550 Metern Höhe ein Eisfeld. Aufgrund der anhaltend schlechten Bedingungen und der immer stärker werdenden Sturmböen wurde entschieden, den Gipfelgrat auszulassen und wieder abzusteigen.

Der Rückweg führte via Dossenhütte zurück zum Parkplatz Rosenlaui, bei dem die Gruppe nach 2400 Höhenmetern Abstieg am späten Nachmittag ankam. „Eine verletzungsfreie Heimkehr, die gute Stimmung in der Gruppe und die Erkenntnis, dass Umkehren oft die bessere Entscheidung ist, machten diese Tour auch ohne Gipfel zu einem Erfolg“, endet der Bericht der Begsteiger.

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