Sommerzwiebeln: Von Scheinorchidee bis Schopflilie

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Deutsche Presse-Agentur

Dahlien und Gladiolen kennt jeder. Aber sie sind längst nicht die einzigen Zwiebelblumen, die Farbe in den sommerlichen Garten bringen. Tuberose, Scheinorchidee und Schopflilie sind nur drei von zahlreichen Alternativen.

Das erklärt der Zentralverband Gartenbau (ZVG) in Bonn. In warmen Orange-, Gelb- und Rottönen blüht beispielsweise die Montbretie (Crocosmia), die mit ihren eleganten Blütenständen an Freesien erinnert. Mit zunehmendem Alter bildet sie an warmen, sonnigen Plätzen eindrucksvolle Horste aus schwertartigen Blättern. In milden Regionen kann sie dem ZVG zufolge leicht abgedeckt draußen überwintern.

Das gilt auch für die Alstroemerien, die meist nur als Schnittblumen bekannt sind. Dabei gibt es kompakt wachsende Sorten, die sehr gut ins warme Kiesbeet oder zu Salvien und Verbenen passen. Auch die Scheinorchidee (Roscoe cautleoides) mit ihren aparten Blüten kommt mit den Wintern hierzulande zurecht. An schattiger Stelle im Garten ausgepflanzt, verträgt sie sich gut mit Farnen und Schaumblüte (Tiarella).

Andere sommerblühende Zwiebeln oder Knollen sind empfindlicher und wollen frostfrei überwintern. Aber die Mühe lohnt sich. Die Tulbaghia beispielsweise erfreut mit zartvioletten, manchmal auch weißen Blüten, die überraschend mit dem Knoblauchduft der Blätter kontrastieren.

Betörende Süße verströmen dagegen die wachsweißen Blüten der Tuberosen (Polyanthes tuberosa). Die saftigen Blätter der Schopflilien (Eucomis) signalisieren tropische Üppigkeit. Noch spektakulärer wird es, wenn die dicke Blütentraube mit dem Blattschopf an der Spitze darüber thront. So wie Tulbaghia und Tuberose braucht auch sie Sonne und Wärme, damit sie sich zu voller Schönheit entwickelt.

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