Skulpturenprojekt macht Halt auf Ruine Falkenstein

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 Zur Freude von Emil Laschinger (links) und Willi Rösler (rechts) setzt sich Robert Schad auf die Gabel des Traktors und lässt s
Zur Freude von Emil Laschinger (links) und Willi Rösler (rechts) setzt sich Robert Schad auf die Gabel des Traktors und lässt sich nach oben befördern, um seinen HADDER zu putzen. (Foto: Wilfried Koch)
Wilfried Koch

Im Beuroner Ortsteil Thiergarten stellten Mitglieder des Vereines „Ruinenschutz Oberes Donautal“ in Anwesenheit des Künstlers Robert Schad sowie unterstützt von Helfern der Ortsgruppe Meßkirch im Schwäbischen Albverein letzten Dienstagnachmittag die Skulptur „Hadder“ auf. Für den Betrachter steht „Hadder“ mit dem Turm der Falkenstein in einer interessanten Korrespondenz.

Der Künstler will mit seinen Skulpturen zu einem inspirierenden Dialog zwischen Kunst, Natur und Architektur einladen. Bei der Ruine Falkenstein ist ihm dies sicherlich optimal gelungen.

Die Burgruine Falkenstein in Beuron-Thiergarten ist in der Zeit vom 25. Mai bis 30. November eine von 40 Stationen des Skulpturenprojekts von Robert Schad. Der 1953 in Ravensburg geborene Stahlbildhauer Robert Schad ist mit seinen unverwechselbaren Werken einer der wichtigsten Vertreter internationalen zeitgenössischen Kunstschaffens.

„Mein Anspruch ist es, denjenigen, die der Skulptur begegnen, einen Impuls zu geben, um sich auf die Reise in ihre ureigene Assoziationswelt aufzumachen“, sagt der Künstler.

Im Mai startet sein Projekt. Temporär stellt Schad an mehr als 40 Orten in fünf Landkreisen der oberschwäbischen Region insgesamt 60 großformatige Skulpturen auf. Dazu zählen beispielsweise die keltische Heuneburg, gegenüber der barocken Klosteranlage Ochsenhausen, in einer Lichtung bei Ostrach oder am Ufer des Bodensees. Hinzu kommen weitere landschaftlich und geschichtlich bedeutende Orte im Oberland.

Aus Sicht der Mitglieder des Vereins „Ruinenschutz Oberes Donautal“ ist diese Aktion eine Bereicherung der Region. Der in der Strohparkgemeinde Schwenningen wohnhafte Vorsitzende Erich Laschinger und seine ebenfalls im Verein engagierte Frau Renate meinten übereinstimmend: „Das ist eine großartige Sache für unsere Ruine Falkenstein“. An große Dimensionen habe sich der Künstler Robert Schad schon in der Vergangenheit herangewagt, heißt es in einem Flyer zum Skulpturenprojekt. Beispielsweise auf dem Pilgerplatz „Santuàrio de Fàtima“ im berühmten Marienwallfahrtsort, wo er sein monumentales Kreuz mit 34 Metern Höhe aufstellte.

Sein aktuelles Skulpturenprojekt „Von Ort zu Ort“ spiegele die geschichtliche, kulturelle, geografische und wirtschaftliche Vielfalt und Bedeutung im Oberland wider.

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