Sinkender Dispo-Zins muss nicht kundenfreundlich sein

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Deutsche Presse-Agentur

Seit Oktober hat die Europäische Zentralbank die Leitzinsen mehrfach vermindert. Gibt eine Bank das an die Kunden durch eine Senkung beim Dispo-Zins weiter, muss das aber nicht unbedingt für Kundenfreundlichkeit stehen.

Nach einer Auswertung der unabhängigen Finanzberatung FMH in Frankfurt haben vor allem jene Häuser die Soll-Zinsen beim Girokonto gesenkt, die vorher die höchsten Zinsen verlangten. „Wer sehr hohe Dispo-Zinsen verlangt, tut sich mit einer Zinssenkung naturgemäß leichter als jene, deren Konditionen schon unter dem Durchschnitt liegen“, sagt FMH-Chef Max Herbst. So hätten 38 Banken ihre Dispozinsen seit Oktober gar nicht verändert, gesunken sind sie bei 16 Instituten. Und bei diesen lägen die Konditionen im Mittel immer noch einen ganzen Prozentpunkt über denen der Häuser, die den Zins beibehalten haben. Außerdem hätten einige Banken die Zinsen sogar angehoben.

Der durchschnittliche Soll-Zins auf dem Girokonto sank seit Oktober von 12,55 auf 12,17 Prozent. Das entspricht laut FMH einer Senkung von etwa drei Prozent. Der Leitzins dagegen sei in dem Zeitraum um mehr als 50 Prozent vermindert worden.

Finanzberatung FMH: www.fmh.de

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