Siegfried Lingel zum 80.

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Siegfried Lingel
Siegfried Lingel (Foto: Vaas)
Redaktionsleitung

BOPFINGEN-BALDERN (ug) - Mit der Familie, Freunden und Weggefährten hat Siegfried Lingel (Archivfoto: Vaas) am Samstagabend auf Schloss Baldern seinen 80. Geburtstag gefeiert. Um seinem Freund zu gratulieren und zu danken, ist Ex-Staatspräsident Joaquim Chissanoaus Mosambik extra angereist. Chissano hielt eine sehr persönliche Laudatio auf den Aalener Unternehmer, Bankier, Honorargeneralkonsul und Präsident der Deutsch-Mosambikanischen Gesellschaft und schilderte Lingel als einen Wegbereiter der deutsch-mosambikanischen Beziehungen, als einen Türöffner, als einen Mann der mit seiner Leidenschaft für das afrikanische Land andere ansteckt, sich selbst zu engagieren.

Der Politiker würdigte die zahlreichen von Lingel angestoßenen Hilfsprojekte. Lingel setze insbesondere auf Bildung und Gesundheit, beides sei nötig, um Armut in Mosambik zu bekämpfen. Chissano betonte, dass Lingel das Amt des Honorargeneralkonsuls nie nur als rein diplomatische Aufgabe verstanden habe, sondern sich stets als Vermittler zwischen den Völkern. Einer, den Lingel mit seiner Leidenschaft für Mosambik angesteckt hat, ist Aalens OB Thilo Rentschler. Der hatte zur Geburtstagsfeier zwei Geschenke mitgebracht: Beim Eintreffen der zahlreichen Gäste im Schlossinnenhof spielte das Städtische Orchester. Beim zweiten Geschenk handelte es sich um eine von drei Originalen der Freundschaftsurkunde zwischen der Stadt Vilankulo in Mosambik und Aalen. Während das Kommunalparlament in Vilankulo diesem Freundschaftsvertrag bereits zugestimmt hat, stimmt der Aalener Gemeinderat erst am Mittwoch darüber ab. Rentschler hofft auf eine starke Mehrheitsentscheidung.

Für die Familie würdigte Marcus Lingel die Lebensleistung seines Vaters. Als geschäftsführender Gesellschafter der Aalener Immobiliengesellschaft habe sein Vater das Bild Aalens mit geprägt. Als Beispiel nannte er den Reichsstädter Markt. Danach habe er eine neue Herausforderung gesucht. Die habe er in der Münchner Merkur-Bank gefunden, aus der er ein erfolgreiches Institut gemacht habe. Ruhestand sei für seinen Vater ein Fremdwort. Nach dem erfolgreichen Generationenwechsel bei Bank und Immo habe er als unermüdlicher Spendensammler für Projekte in Mosambik eine neue Herausforderung angenommen.

Siegfried Lingel zeigte sich dankbar für die Unterstützung, die er in den vergangenen 25 Jahren bei seinem Engagement erfahren durfte. Bescheiden schloss er: „Ich habe in den vergangenen 80 Jahren mehr bekommen als gegeben.“

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