Sicherheitslecks auf Webseiten sofort stopfen

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Deutsche Presse-Agentur

Betreiber von privaten Webseiten sollten darauf achten, ihre Software ständig zu aktualisieren. Nur so könnten die immer wieder auftauchenden Sicherheitslücken rechtzeitig geschlossen werden.

Das sagte Thomas Feller vom Center for Advanced Security Research Darmstadt. Wie ernst die Gefahr von Hackerangriffen zu nehmen ist, zeigten die erfolgreichen Attacken auf die Homepages des FC Schalke 04 und von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble in den vergangenen Tagen.

Um Angriffen vorzubeugen, müssten Nutzer pausenlos am Ball bleiben und sich über die neuesten Sicherheitsrisiken informieren. Wer den hohen zeitlichen Aufwand dafür scheut, sei bei einem großen Anbieter von Homepage-Baukästen am besten aufgehoben: „Das ist relativ sicher“, erklärte Feller. Bei Providern wie web.de oder 1&1 könne man sogenannten Webspace mieten und sich aus vorgegebenen Elementen eine Webseite zusammenbasteln. Deren Funktionen seien zwar beschränkt, dafür müsse sich der Nutzer aber nicht selbst um die Sicherheit sorgen - das Stopfen von Lecks übernehmen die Anbieter.

Der Beitrag der Nutzer zur Vorbeugung von Hacker-Angriffen beschränke sich dann darauf, ein schwer zu knackendes Passwort für das Hochladen von Daten auf die Seite auszuwählen. „Der klassische Fehler ist, dass Nutzer das Standardpasswort des Providers eingestellt lassen, um dem Administrator freien Zugriff zur Seite zu gewähren“, erläuterte Feller. Ein gutes Passwort sei eine wilde Mischung aus Groß- und Kleinschreibung, Zahlen und Sonderzeichen.

Von der Betreuung der Homepage durch kleinere Betreiber oder Bekannte riet Feller ab: „Vom Nachbarn würde ich das nicht machen lassen. Denn auch wenn er kompetent ist, kann er meist nicht die gleichen Dienstleistungen bieten.“ Zwar könnten auch bei großen und bekannten Anbieter einmal Sicherheitslücken auftreten. In der Regel würden diese aber schnell geschlossen.

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