SG Altheim: Ohne Angst gegen den Regionalligisten Sindelfingen

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Nichts zu verlieren hat die SG Altheim (Felicia Rimmele, vorn, im Landesliga-Spiel gegen Munderkingens Sandra Burgmaier) im Ver
Nichts zu verlieren hat die SG Altheim (Felicia Rimmele, vorn, im Landesliga-Spiel gegen Munderkingens Sandra Burgmaier) im Verbandspokalspiel am Mittwoch gegen den Regionalligisten VfL Sindelfingen Ladies. (Foto: SZ- no)

Zum Abschluss der ersten Runde im Fußball-Verbandspokal der Frauen ist die SG Altheim am heutigen Mittwoch, 12. September, gefordert. Der Landesliga-Aufsteiger empfängt den VfL Sindelfingen Ladies. Favorit in der Partie ist der Regionalligist aus Sindelfingen.

Verbandspokal: SG Altheim – VfL Sindelfingen Ladies (Mittwoch, 17 Uhr). - Der Landesliganeuling aus Altheim empfängt im Verbandspokalspiel den Regionalligisten VfL Sindelfingen Ladies. „Wahrscheinlich werden wir keine Chance haben“, sagt SGA-Trainer Gerhard Kottmann. Dennoch bietet das Spiel gegen den Absteiger aus der 2. Bundesliga der SG Altheim laut Kottmann „eine gute Gelegenheit, um zu sehen, wie höherklassige Mannschaften spielen“.

Kottmann sieht das Spiel für sein Team als ein reines Vorbereitungsspiel an, in dem seine Mannschaft so gut wie möglich versuchen will, mitzuspielen. Außerdem will der Trainer aus dem Duell seines Teams mit dem höherklassigen Gegner lehrreiche Schlüsse ziehen. Obgleich der Gegner aus Sindelfingen laut Kottmann „zwei bis drei Nummern zu groß für uns ist“, plädiert Gerhard Kottmann dafür, dass seine Mannschaft keine Angst haben muss. Wenige Tage nach dem erfolgreichen Punktspielstart (1:0 in Munderkingen) will sich der Landesligist gegen den Regionalligisten möglichst gut aus der Affäre ziehen.

Verzichten muss Kottmann auf Felicia Rimmele, die am Samstag in Munderkingen und am Dienstag beim Emfpang der Gemeinde Altheim noch dabei war, sich nun aber für einige Monate ins Ausland verabschiedete.

Bitterer Abstieg aus der 2. Liga

Während die SG Altheim in der vergangenen Saison eine Meisterschaft feierte, endete das Spieljahr 2017/18 für den da noch in der 2. Bundesliga spielenden VfL Sindelfingen bitter. Aufgrund der Einführung der eingleisigen zweiten Liga stiegen fünf der zwölf Teams der Staffel Süd direkt ab – der sechstletzte Platz, den Sindelfingen belegte, bedeutete die Teilnahme an an einer Qualifikationsrunde gegen die Regionalligisten Union Berlin, Magdeburger FFC und SGS Essen II. Dem VfL gelang es in dieser Runde nicht, die Zweitliga-Zugehörigkeit zu sichern, und so musste der frühere Bundesligist den Gang in die dritthöchste Spielklasse antreten. Damit gab es auch kein Happy End für Nadine Rolser und Eva-Maria Virsinger, die als Spielerinnen nach dem Rücktritt zur Saisonmitte von Alexander Schick das Training übernommen und mit ihrem Team nach der verkorksten Hinrunde noch den Relegationsplatz erreicht hatten.

Die von vielen Rückschlägen gekennzeichnete Saison endete mit dem Abstieg in die Regionalliga Süd, der einen großen Umbruch nach sich zog. Viele Spielerinnen verließen den Verein, auch das Trainerduo Rolser/Virsinger hörte auf. Die 28-jährige Nadine Rolser, die als Jugendliche zusammen mit ihrer Schwester Nicole Rolser auch für den VfL Munderkingen gespielt hatte, kehrte zum FC Basel in die Schweiz zurück, für dessen Frauen-Erstliga-Team sie von 2013 bis 2016 aktiv war und für den sie nun als Trainerin der männlichen U15 und in der Leistungsdiagnostik arbeitet.

Neu zusammengestelltes Team

Sindelfingens neuer Trainer Muhidin Avdusinovic formte aus Spielerinnen der „Zweiten“ des VfL, der Bundesliga-B-Juniorinnen des Vereins und wenigen Zugängen von anderen Vereinen ein neues Team, das in der Regionalliga Süd bisher noch nicht richtig Tritt gefasst hat. Die bisherigen Spiele gegen Wacker München (1:2), 1. FC Nürnberg (0:1) und Forstern (1:2) gingen verloren. Hinzu kam das Aus im Elfmeterschießen in der ersten DFB-Pokal-Runde gegen den SV Alberweiler. Das Team von Avdusinovic benötigt ein Erfolgserlebnis.

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