„Serientäter“ schlagen zu - Bonn in Galaform

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Deutsche Presse-Agentur

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten kommen die Favoriten in der Basketball-Bundesliga immer besser in Schwung und rücken Titelverteidiger ALBA Berlin bedrohlich auf die Pelle.

Hinter dem spielfreien Tabellenführer hat sich ein Verfolgertrio um den Vorjahres-Halbfinalisten Baskets Oldenburg, Vize-Meister Telekom Baskets Bonn und Pokalsieger Artland Dragons gebildet, das die vor der Saison prophezeite Alleinherrschaft der Berliner verhindern könnte. Alle drei Teams haben nach ihren Siegen am Samstag nun wie ALBA zwölf Pluspunkte auf dem Konto, allerdings entweder eine (Oldenburg) oder zwei (Bonn, Artland) Niederlagen mehr kassiert.

Vor allem Bonn hat seine Krise nach drei Pleiten Anfang Oktober überwunden und feierte beim beeindruckenden 94:66 gegen ratiopharm Ulm bereits den vierten Sieg in Serie. Vor 4910 Zuschauern im Telekom Dome starteten die Rheinländer furios und entschieden das erste Viertel mit 29:11 für sich. Allen voran Neuzugang Brandon Bowman entzauberte die Gäste mit 23 Punkten und neun Rebounds fast im Alleingang. „Ich bin heute sehr zufrieden, denn wir haben 40 Minuten lang mit einer hohen Intensität gespielt“, sagte Bonns Trainer Michael Koch.

Nicht zu stoppen scheinen derzeit auch die EWE Baskets Oldenburg, die den starken Aufsteiger Giants Nördlingen mit 85:78 in die Knie zwangen. „Das war ein wichtiger Sieg“, meinte Oldenburgs Trainer Predrag Krunic, der mit seinem Team den fünften Liga-Sieg nacheinander einfuhr und auch im Europacup noch ungeschlagen ist.

Ebenfalls über das fünfte Erfolgserlebnis in den vergangenen fünf Spielen konnte sich Quakenbrücks Trainer Thorsten Leibenath freuen. Angetrieben vom starken Neuzugang Adam Hess (24) demontierten die Niedersachsen in einer Neuauflage des letztjährigen Pokalfinales die EnBW Ludwigsburg 81:54, nachdem sie zur Pause noch mit fünf Zählern zurückgelegen hatten (33:38). „Wahrscheinlich hatten wir heute auch mehr Kraftreserven, weil wir unter der Woche nicht spielen mussten“, sagte Leibenath, dessen Team nun Vierter ist, bescheiden.

Als „Serientäter“ entpuppen sich immer mehr auch die Skyliners Frankfurt, die Phantoms Braunschweig und die Brose Baskets Bamberg. Die Frankfurter schafften mit dem 76:53 gegen die TBB Trier den dritten Sieg nacheinander und brachten ihren Trainer Murat Didin ins Schwärmen. „Ich hoffe, wir können die Spieler halten. Wir haben ein tolles Team zusammen.“ Braunschweig ist nun schon seit vier Spielen ungeschlagen und kletterte durch den 73:56-Sieg gegen Tübingen auf Rang sechs.

Weiter im Aufwind befindet sich auch Bamberg. Der Meister von 2007 gewann bei den Giants Düsseldorf 94:83 und kam zum dritten Sieg in Serie. „Unser Kader ist jetzt endlich komplett, wir können nun auch vernünftig trainieren“, sagte Nationalspieler Robert Garrett. Im Tabellenkeller feierten die Köln 99ers einen wichtigen 100:71-Erfolg gegen den Tabellenletzten Eisbären Bremerhaven. Die Gießen 46ers mussten beim 86:92 gegen Göttingen einen Dämpfer hinnehmen.

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