SERC reist in Lausitz - 50 Trainer-Bewerbungen

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"Vor Beginn nächster Woche geht in punkto neuer Trainer nichts", antwortete Wild-Wings-Pressesprecher Christian Arnold gestern auf die Trainerfrage. Jede Menge Bewerbungen von Trainern, laut Arnold um die 50, sind bei den Wild Wings eingegangen, die sich um die Nachfolge des geschassten Jari Pasanen bemühen. Arnold: "Wir haben bei einigen Kandidaten auch schon etwas genauer geschaut, aber es gibt, wie gesagt, noch keine Entscheidung."

"An diesem Wochenende bin ich erst einmal verantwortlich", weiß Toni Raubal. Und der 40-jährige bisherige Co-Trainer hat deshalb nur ein Ziel: "Ich habe die Mannschaft so gut wie möglich auf die beiden Spiele eingestellt, wir wollen gegen Weißwasser und München kräftig punkten, nur das zählt." Die Mannschaft habe an der Entlassung von Pasanen "zu nagen" gehabt, jetzt gelte es aber nach vorne zu sehen.

Und Raubal will am Wochenende als neue taktische Maßnahme mit vier Sturmreihen agieren. Die etatmäßigen Verteidiger Peter Baumgartner und Peter Kathan sollen zusammen mit Robin Just, der Doppelschichten fährt, eine vierte Angriffsreihe bilden. Raubal: "Wir haben ab dem nächsten Wochenende in 22 Tagen neun Spiele, da müssen wir mit den Kräften haushalten. Es hilft schon, wenn eine vierte Reihe wenigstens 15 bis 20 Sekunden für Entlastung sorgt." Im Tor spielt weiterhin Mike Brown. Stürmer Dany Bousquet, der beim 4:6-Desaster gegen Crimmitschau von Pasanen den Vorzug vor Jon Smyth erhielt, dabei aber keine Akzente setzen konnte, muss als überzähliger Ausländer wieder auf die Tribüne.

Raubal liebäugelt mit Chefposten

Insgeheim liebäugelt Raubal damit, dass das "Schwenninger Modell" auch bei ihm zur Anwendung kommen könnte, sprich dass er wie viele Trainer in der Vergangenheit, wie beispielsweise Greg Pruden, Tom Pokel, Kim Collins oder Bob Burns, vom "Co" zum Chef aufsteigt. Auch Arnold will dies nicht kategorisch ausschließen: "Wenn man zweimal gewinnt, wäre das nicht schlecht für Toni."

Indes, der gebürtige Garmischer Raubal hat für die Mission zwei Siege zu holen, sehr undankbare Gegner. Heute steht die weite Fahrt an die polnische Grenze nach Weißwasser an. Das erste Spiel in dieser Saison bei den Lausitzer Füchsen verloren die Wild Wings 2:3. Immerhin, das Heimspiel am 14. November gewannen die Wild Wings gegen Weißwasser mit 5:2. Füchse-Coach Thomas Popiesch hat gegen Schwenningen alle Mann an Bord. Und vom vergangenen Wochenende haben die Lausitzer etwas gutzumachen. Einer 2:3-Heimniederlage gegen Ravensburg folgte eine deutliche 3:7-Pleite in München.

Ein Video zur Trainersuche

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