Die Wild Wings mussten auf den grippekranken Stürmer Mika Puhakka verzichten, bei Heilbronn fehlten, gesperrt beziehungsweise verletzungsbedingt, gleich fünf Akteure. So setzte Falken-Trainer Rico Rossi zwei Junioren von Kooperationspartner Mannheimer Jungadler ein: Marc El-Sayed und Matthias Plachta (17), der dem SERC-Nachwuchs entstammt, Sohn des 39-jährigen Jacek Plachta von den Kassel Huskies. Schwenningen begann mit Unterstützung der Fans gut.

Die Gastgeber standen hinten sicher, spielten druckvoll nach vorne; da war durchaus Linie drin. In der 6. Minute die Führung für die Hausherren: Jon Smyth zog ab; Dean Beuker brauchte nur seinen Schläger hinzuhalten. Für Marek Mastic gab es nichts zu halten. Schwenningens Schlussmann Fous zeichnete sich zweimal gegen Luigi Calce aus. Zum Ende des ersten Drittels spielte Schwenningen nochmals munter und recht gut nach vorne. Nach einem Scheibenverlust des Ex-Schwenningers Marco Schütz konnten Brady Leisenring und Radek Krestan das Geschenk aber nicht nutzen.

Die Falken kamen sehr entschlossen zurück aus der Kabine. Coach Rossi musste die richtigen Worte gefunden haben. Sein junges Team traute sich jetzt mehr zu. In der 23. Minute der Ausgleich: Harlan Anderson zog ab; der Schlagschuss schien haltbar. Anschließend hatten die Gäste Überzahl, Jean-Francois Caudron zog ab, Fous wehrte ab, und im Gegenzug wäre Radek Krestan beinahe ein Shorthander gelungen. Zum Ende des Drittels hatte Schwenningen wieder bessere Aktionen. Albrecht verfehlte aber das leere Tor; Mastic lag schon auf dem Eis. Robin Sochan und Jon Smyth brachten die Scheibe in Überzahl nicht unter.

Im Schlussdrittel hatte Schwenningen mehr Spielanteile; beim Tor-Abschluss haperte es aber . In der 49. Minute doppelte Überzahl für die Wild Wings. Trainer Pasanen nahm eine Auszeit; sein SERC spielte wieder recht gefällig, aber vor dem Tor fehlte der „Killerinstinkt“. Danach wehrte Mastic einen „unhaltbaren“ Schuss von Radek Krestan mit toller Reaktion ab. Mike Erickson schlug am springenden Puck vorbei. In Überzahl zog Leisenring zweimal ab, aber Mastic hielt.

Siegtor in der Verlängerung

In der Verlängerung stellten die Wild Wings dann den ersten Sieg in der Helios-Arena sicher. Dean Beuker überwand den überragenden Mastic im Nachschuss doch noch, ließ die Fans jubeln. „Jetzt geht´s los“, sangen die SERC-Anhänger bei der Ehrenrunde.

Torfolge: 1:0 (6. Minute) Beuker (Smyth, Bombis), 1:1 (23.) Anderson (Edwardson), 2:1 (64.) Beuker (Smyth). – Strafen: Schwenningen 4, Heilbronn 16 Minuten plus je zehn Minuten Disziplinarstrafe Mifsud und Anderson. – Schiedsrichter: Stascha Ninkov (Reutlingen). – Zuschauer: 2685.

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