Serbin Jankovic gewinnt Stuttgarter WTA-Turnier

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Deutsche Presse-Agentur

Die neue Nummer eins bewies mit ihrem Erfolg beim topbesetzten Hartplatz-Wettbewerb ihre Stärke als derzeit konstanteste Spielerin auf der Tour. „Ich bin sehr glücklich. Alles ist perfekt“, sagte Jankovic, die als Turniersiegerin die Nachfolge der im Mai zurückgetretenen Vorjahressiegerin Justine Henin antrat.

Nach nur 73 Minuten verwandelte die neue Branchenführerin ihren ersten Matchball, ballte die Faust, hüpfte auf dem Platz herum und winkte ins Publikum. „Wenn man seinen Job macht und dabei glücklich ist, dann ist man auch erfolgreich. Ich spüre, dass ich immer besser werde“, sagte Jankovic, die von diesem Montag an Diva Serena Williams an der Weltranglisten-Spitze ablöst, da die US-Amerikanerin bei dem mit 650 000 Dollar dotierten Hartplatz-Turnier bereits im Achtelfinale gescheitert war. Nach der Siegerehrung drehte die Serbin mit ihrem gerade gewonnenen Sportwagen eine Ehrenrunde - allerdings mit angezogener Handbremse.

Vollgas hatte die durch einen ausgerissenen Zehennagel angeschlagene Tennisspielerin auch zuvor nicht geben müssen. Beide Endspiel-Teilnehmerinnen boten den 4480 Zuschauern in der ausverkauften Porsche-Arena zwar auch einige schön herausgespielte Punkte. Insgesamt blieb das Niveau aber unter dem hochklassigen und spannenden Halbfinale zwischen Jankovic und Venus Williams. Gegen die Wimbledon-Siegerin aus den USA hatte sich die neue Weltranglisten- Erste am Samstag mit 6:7 (8:10), 7:5, 6:2 durchgesetzt.

„Ich habe alles probiert, um jeden Punkt gekämpft. Aber ich habe wohl zu viel gewollt und dann zu viele Fehler gemacht“, sagte die im†Finale unterlegene Petrowa. Die in Stuttgart ungesetzte Weltranglisten-18. verpasste durch die Niederlage ihren zweiten Sieg nach 2006 beim Porsche Grand Prix und kassierte 53 650 Dollar.

In ihrem fünften Finale in dieser Saison ging Jankovic, die am vergangenen Sonntag in Peking siegte, im ersten Satz gleich durch ein Break im ersten Spiel in Führung und ließ sich ihren Vorsprung nicht mehr nehmen. Außenseiterin Petrowa, die durch ein 6:4, 6:4- Halbfinalsieg am Samstag gegen die ebenfalls ungesetzte Weißrussin Victoria Asarenka ins Endspiel vorgestoßen war, unterliefen deutlich mehr Fehler. Im zweiten Satz gab das 26 Jahre alte Kraftpaket aus Moskau zwar nicht auf, konnte Jankovic aber nicht gefährden.

Jankovic behielt damit zum vierten Mal in Folge die Oberhand gegen die Russin. Ihre Erfolgsbilanz in dieser Saison baute sie auf insgesamt 59:16 aus - die Vielspielerin, die schon während der Olympischen Spiele in Peking eine Woche lang die Nummer eins war, hat damit in diesem Jahr die meisten Siege aller Damen auf der Tour.

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