Stürmerneuzugang Andreas Thuresson auf dem Rad im Kraftraum der Helios-Arena.
Stürmerneuzugang Andreas Thuresson auf dem Rad im Kraftraum der Helios-Arena. (Foto: Heinz Wittmann)
Heinz Wittmann

Die Wild Wings sind immerhin schon die elfte Profi-Station für Andreas Thuresson. Der sympathische Schwede fand sich von den USA bis China und Russland überall zurecht. Die DEL ist Neuland für den Weltenbummler.

„Ich habe viel Gutes über Schwenningen gehört. Die Fans sollen fantastisch sein. Mir macht es Spaß, in vollen und lauten Hallen zu spielen“, sagt der 31-Jährige. Deshalb kann er es auch kaum erwarten, erstmals vor den SERC-Fans in der Helios-Arena auflaufen zu dürfen.

Thuresson hat zunächst einmal allein den Weg von Florida, wo seine Frau Morgan und die Söhne Nash (drei Jahre) und Maverick (ein Jahr) zu Hause sind, an den Neckarursprung gemacht. Wie genau es ablaufen wird, ob die Familie zu ihm nach Donaueschingen zieht, da ist sich Thuresson noch nicht sicher. Momentan wohnt noch Verteidigerneuzugang Christopher Fischer bei ihm mit im Haus. „Ich muss ein bisschen auf Christopher aufpassen“, scherzt Thuresson.

Deutschland ist für den Rechtsschützen tatsächlich Neuland. „Ich weiß nicht wirklich, wie stark die DEL ist und kann deshalb auch nicht einschätzen, welche Chancen unser Team hat. Aber auf dem Papier haben wir auf jeden Fall eine starke Mannschaft. Und natürlich will ich in die Play-offs“, erklärt Thuresson. In der stärksten Liga der Welt, der NHL, absolvierte er 25 Spiele für die Nashville Predators, kam dabei auf drei Scorerpunkte (ein Tor/zwei Assists). In der zweitstärksten Liga der Welt der KHL scorte er für Sibir Novosibirsk, Severstal Cherepovets und Red Kunlun Peking in 76 Spielen 29 Punkte (16 Tore /13 Assists).

Kurz war er auch in der Schweiz für den A-Ligisten SCL Tigers tätig, wo er es in 23 Partien auf 13 Zähler (sieben Treffer/sechs Beihilfen) brachte. Die meisten Partien bestritt er aber in seiner Heimat Schweden, wo er in 321 Begegnungen 163 Punkte (81 Tore/82 Vorlagen) verbuchte. „Meine Stärke ist die Offensive, ich bin in der Lage Punkte zu scoren und mein Spiel zu spielen“, sagt der selbstbewusste Bartträger.

Zusammengespielt hat er in dem Schwenninger Kader noch mit niemanden. „Ich kenne aber Matt Carey und Mike Blunden, gegen die ich schon in der AHL beziehungsweise in Schweden gespielt habe.“ Er habe sich in Florida gut fit gehalten, sei im Sommer auch ein paar mal auf dem Eis gewesen. Thuresson, der in der vergangenen Saison noch für den HV 71 Jönköping in Schweden stürmte und in 52 Spielen 23 Punkte (elf Treffer/zwölf Vorlagen) scorte, hat bei den Schwenninger Wild Wings einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Er wird mit der Rückennummer 36 auflaufen.

Thuresson spielt wie viele Eishockeyprofis gerne Golf. Er dürfte also zu den Favoriten für das Golfturnier, das die Wild Wings mit ihren Sponsoren in Königsfeld durchführen, gehören.

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