Schwarze Schar kürt Goldene-Sau-Ritter

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"Der Pennäler Schnitzelbank" ist gestern Abend wieder stimmungsvoll in die fast dunkle Ellwanger Innenstadt eingezogen. Angeführ
"Der Pennäler Schnitzelbank" ist gestern Abend wieder stimmungsvoll in die fast dunkle Ellwanger Innenstadt eingezogen. Angeführ
Schwäbische Zeitung

Das schaurig-schöne Spektakel hat auch nach 159 Jahren nichts von seinem Reiz verloren: „Der Pennäler Schnitzelbank“ ist mit Fackeln und Trommelwirbel gestern Abend wieder in die dunkle Stadt eingezogen. 53 Verse gab’s, von humorvoll bis deftig. Und einen neuen Ritter der „Goldenen Sau“: Franz Brenner.

Von unserem Redakteur  Eckard Scheiderer

In auffallend großer Zahl, so schien‘s, waren sie diesmal am Werk, die schwarz vermummten „Pennäler“, die jedes Jahr am Fastnachtssonntag eine Tradition pflegen, die einmalig ist im Land. Auch diesmal haben sie das Jahr über mehr oder weniger bekannten Ellwanger Bürgern und den „Oberen“ auf die Finger und sonst wo noch hingeschaut und deren Missetaten, große und kleine Sünden oder auch Missgeschicke in Reime gegossen. Diesmal quasi von Florett bis Säbel, sprich gut gemischt von äußerst amüsant bis kräftig zulangend. Sehr zum Gaudium des Publikums in den Lokalen der Stadt, wo die „Pennäler“ ihre Spottverse vortrugen. Getreu ihrem Eingangsreim: „Lügen, G’schwätz und viele Zahlen gab es bei den letzten Wahlen. Klartext spricht wie jedes Jahr das Gericht der Schwarzen Schar“. Trotz der winterlichen Kälte verfolgten wieder zahlreiche Zuschauer den immer wieder neu beeindruckenden Aufzug der „Pennäler“.

Gleich im ersten Lokal, dem „Goldenen Hirsch“, gab’s es diesmal wieder einen nicht jedes Jahr zelebrierten Akt. „Der Pennäler Schnitzelbank“ hat einen neuen Ritter der „Goldenen Sau“ auserkoren: Franz Brenner von der Gruppe „Hintere Ledergass‘“, den die „Schwarze Schar“ für seine „großen Verdienste um die alte, echte Ellwanger Fastnacht“ auszeichnete. Natürlich mit einem Vers: „Stellvertretend für die Masse aus der hint’ren Ledergasse wird der Brenners Franz heut‘ Nacht hier von uns zur Sau gemacht“.

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