Schulen lüften zu wenig - Feinstaub im Klassenzimmer

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Deutsche Presse-Agentur

Die Feinstaubbelastung in Klassenzimmern kann das zweieinhalbfache der auf den Straßen erlaubten Konzentration erreichen. Bei einer Langzeitstudie in Schulräumen wurden bis zu 100 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft gemessen.

Das sagte der Feinstaubexperte des Stuttgarter Landesgesundheitsamtes, Thomas Gabrio, in Essen. Die dicke Luft entstehe vor allem dadurch, dass nicht richtig gelüftet werde und sich so Haut- und Haarschuppen ansammelten. „Sie kriegen kaum eine Schule und einen Lehrer davon überzeugt, dass er regelmäßig lüften soll.“ Die Ergebnisse der Studie stellte Gabrio beim Kongress „Deutsches Forum Innenraumhygiene“ (17. bis 18. Februar) in Essen vor.

Die Partikel in den Schulen sind laut Gabrio meist größer und damit weniger gesundheitsgefährdend als der Feinstaub auf der Straße. Dennoch müsse man die Klassenzimmer mit Lüften nach jeder Schulstunde so staubfrei wie möglich halten. „Wenn man das sinnvoll macht, dann ist das Problem beherrschbar“, sagte Gabrio.

Die Studie zeige, dass fünfminütiges Stoßlüften die Feinstaubkonzentration auf bis zu 30 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft reduzieren könne. Gleichzeitig senke das Lüften den häufig zu hohen Anteil an Kohlenstoffdioxid. Einen Grenzwert für Feinstaub in Schulen gebe es bisher nicht.

Weitere Infos: www.innenraumhygiene.com

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